ihnen von ihren Vätern übergegangen iſt, die ſich dabei
bereichert haben,— an einem ſolchen Nachmittage müſſen
— und iſt das nicht wirklich der Fall?— die verſchie⸗ denen Procuratoren, die bei einem Proceſſe betheiligt ſind, in Reih' und Glied aufgeſtellt ſein, zwiſchen dem rothen Tiſche des Regiſtrators und den ſeidenen Gewän⸗ dern, mit Klagen, Gegenklagen, Repliken, Dupliken, Interlokuten, beſchwornen Ausſagen, Ausſprüchen, Ver⸗ weiſungen vor Referenten des Kanzleigerichts, Berichten von ſolchen Refereuten,— mit Bergen koſtſpieligen Un⸗ ſinns, die vor ihnen aufgethürmt ſind. Und glaubt man, daß man auch nur ein Quentchen Wahrheit in dem tiefen Brunnen finden würde, den ſich dieſe vom Schickſal Auserkorenen zu ihrem Standpunkte gewählt haben?
Es darf im Gerichtsſaale wohl düſter ſein,— es dürfen da und dort wohl ihrem Ende zugehende Lichter brennen;— es darf der Nebel wohl ſchwer in demſelben hangen, gleich als ob er nicht mehr hinausgehen wollte; — es dürfen die Fenſter von buntfarbigem Glaſe wohl ihre Farbe verlieren, und kein Tageslicht einlaſſen;— es dürfen die Uneingeweihten, die von der Straße herein⸗ kommen, und durch die Glasſcheiben an der Thüre hin⸗
durchgucken, durch das eulenhafte Ausſehen, ſowie durch die langgedehnten Worte vom Eintreten abgeſchreckt werden, die von dem ausgepolſterten Thronhimmel, wo der Lord⸗Kanzler in die Laterne blickt, worin kein Licht zu bemerken iſt, und wo die anweſenden Perrücken alle in einer Nebelbank ſtecken, matt nach der Decke hin
Aurückgeworfen werden!
3 Dieß iſt der Kanzleigerichtshof, der in jeder Graf⸗ ſchaft ſeine zerfallenden Häuſer und ſeine mit einem Fluche beladenen Ländereien beſitzt; der in jedem Irrenhauſe ſeinen abgehärmten Wahnſinnigen, und in jedem Kirch⸗ hofe ſeinen Todten hat; der ſeinen zu Grunde gerrichteten Supplicanten mit abgetretenen Abſätzen und fadenſchei⸗
niger Kleidung hat,— ſeinen Supplikanten, welcher
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