Teil eines Werkes 
8. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 135

daß unter ihrem Druck kein Blümchen knickte. Den gan⸗ zen Frühling und Sommer hindurch hingen von Kinder⸗ hand gewundene friſche Blumenkränze auf dem Grab⸗ ſteine, und wenn die Kinder kamen, um die welken weg⸗ zunehmen und friſche da aufzuhängen, füllten ſich ihre Augen mit Thränen, und ſie ſprachen leiſe von ihrem todten armen Vetter.

Nachwort.

Es hat dem Verfaſſer viel Vergnügen und Genug⸗ thuung gewährt, während des allmäligen Erſcheinens dieſes Werkes von Freunden auf dem Lande und durch Zeitungen zu erfahren, daß mehr als ein Schulmeiſter in Yorkſhire Anſpruch darauf macht, das Original zu dem Herrn Squeers zu ſein. Einer dieſer würdigen Männer hat, wie der Verfaſſer glauben darf, ſich wirk⸗ lich bei Rechtsverſtändigen Raths erholt, ob er wohl Grund habe, eine Injurienklage anzubringen; ein an⸗ derer wollte bloß in der Abſicht nach London reiſen, um den, welcher ihn ſeiner Meinung nach abeonterfeiete, durchzuprügeln, und ein dritter erinnert ſich ganz genau, daß einmal zwei Herren zu ihm kamen, von denen der eine ihn in ein Geſpräch verwickelte, während der an⸗ dere ihn abzeichnete; und obwohl Squeers nur ein Auge, er m geßen deren zwei hat, obwohl das von uns gege⸗ bene Bild ihm auch in anderer Hinſicht nicht gleicht, ſo

weiß er doch recht wohl und alle ſeine Freunde wiſſen es, wen jenes Bild vorſtellen ſoll, weil der Character ſo ganz der ſeinige iſt.

Der Verfaſſer fühlt recht wohl das Compliment, das ihm dadurch gemacht wird, iſt aber der Meinung, jener Streit möge daher rühren, daß Herr Squeers der Re⸗ präſentant einer ganzen Claſſe, nicht aber der einer be⸗

ſondern Perſon iſt. Wenn Heuchelei, Unwiſſenheit und

rohe Habſucht das Gemeingut einiger Menſchen ſind, und

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