Erſtes Kapitel.
Wie Ralph Nickleby's Helfershelfer zu Werke geht und wie ihm das Unternehmen gelingt.
Es war eine finſtere, regneriſche, ſchaurige Herbſt⸗ nacht, als in einem obern Gemache eines ſchlechten Hauſes in einer ſelten beſuchten Gaſſe oder vielmehr in einem Hofe in der Nähe von Lambeth ganz allein ein einäugiger Mann ſaß, der entweder aus Mangel an anderen Kleidungsſtücken oder, um ſich unkenntlich zu ma⸗ chen, einen großen weiten Ueberziehrock trug, deſſen Aer⸗ mel noch halb einmal ſo lang waren als ſeine Arme und deſſen Länge und Weite hinreichend geweſen wä⸗ ren, ohne den alten fettigen Stoff, woraus er beſtand, im mindeſten auszudehnen, den ganzen Mann vollkom⸗ men einzuhüllen.
In dieſem Anzuge, an einem Orte, der ſo weit ab⸗ lag von ſeinen gewöhnlichen Aufenthaltsörtern und Beſchäftigungen, und in dieſem ſo ärmlichen Ausſehen würde vielleicht ſelbſt Madame Squeers Mühe gehabt haben, ihren Herrn und Gemahl zu erkennen, obgleich ihr natürlicher Scharfblick ohne Zweifel durch die Stimme des Herzens und durch den natürlichen Trieb einer zärt⸗ lichen Gattin noch geſchärft worden wäre. Es war der Herr und Gemahl der Madame Saueers und der Herr und Gemahl der Madame Saueers ſchien ſich in einer ziemlich troſtloſen Stimmung zu befinden, denn während er aus einer ſchwarzen Flaſche trank, die auf dem Ti⸗ ſche neben ihm ſtand, ſah er ſich in dem Gemache um,


