Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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154 Die Pickwicker.

könnten, und das wird Ihr Herr ſchon auf ſeine Koſten erfahren, junger Mann, ehe er ſechs Monate älter ge⸗ worden iſt.«

Bei dieſen keöſi en Gedanken heiterten ſich die Züge von Miſtreß Cluppins auf; ſie lächelte Miſtreß Sanders und dieſe ihr wieder zu.

»Der Prozeß iſt wirklich ſchon im beſten Gange,« dachte Sam, als Miſtreß Bardell wieder eintrat.

»Hier iſt der Empfangſchein, Herr Weller,« ſagte ſie,»und ich hoffe, Sie werden einen Tropfen annehmen, um ſich zu erwärmen, wenn's auch nur der alten Be⸗ kanntſchaft wegen wäre, Herr Weller.«

Sam ſah den Vortheil ein, den er dadurch gewin⸗ nen würde, und willigte gleich ein, worauf Miſtreß Bar⸗ dell aus einem kleinen Schrank eine Flaſche und ein Weinglas hervorholte, und die durch ihre tiefe Wehmuth veranlaßte Zerſtreuung war ſo groß, daß, nachdem ſie Herrn Wellers Glas gefüllt hatte, ſie noch drei Gläſer aus dem Schrank holte, und ſie ebenfalls füllte.

»O, Miſtreß Bardell,« rief Miſtroß Cluppins,»was machen Sie denn da.«

»Ei, ei, das iſt mir eine ſchöne Wirthſchaft,« ſagte Miſtreß Sanders.

»Ach, mein armer Kopf,« ſeufzte Miſtreß Bardell mit einem wehmüthigen Lächeln.

Sam verſtand alles dieſes natürlich ſehr wohl, er

ſagte daher, daß er vor dem Abendeſſen durchaus nicht

trinken könne, wenn nicht eine Dame mit ihm tränke. Hierüber wurde nicht wenig gelacht, und Miſtreß Sanders erbot ſich endlich, nur um ihm den Willen zu

thun, wie ſie ſagte, ein kleines Schlückchen aus ſeinem

Glas zu verſuchen. Da Sam jetzt ſagte, es müſſe die Runde machen, ſo nahm jede einen kleinen Schluck.

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