Teil eines Werkes 
6. Th. (1839)
Entstehung
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154 Nicolaus Nickleby.

gab, ſaß der alte Herr mit großen Rußflecken auf der Naſe und den Backen und mit übereinandergeſchlagenen Armen am Boden und ſah die Umſtehenden in tiefem Schweigen, aber mit ganz majeſtätiſcher Haltung an. Von dem, was Madame Nickleby ſprach, ſchien er nicht die geringſte Notiz zu nehmen, als ſie aber aufgehört hatte, ſtarrte er ſie lange an und fragte, ob ſie nun endlich fertig ſei.

»Ich habe nichts weiter hinzuzuſetzen,« antwortete Madame Nickleby beſcheiden.»Ich habe wirklich nichts mehr zu ſagen.«

»Sehr gut,« entgegnete darauf der alte Herr ſehr laut,»ſo bringe man den auf Flaſchen gezogenen Blitz, ein reines Glas und einen Korkzieher.

Da Niemand dieſen Befehl vollzog, ſo erhob der Alte nath kurzer Pauſe ſeine Stimme nochmals und ſchrie nach geröſtetem Donner. Auch dieſer Artikel wurde nicht gebracht, und er verlangte nun Fricaſſee von Stie⸗ felſtolpen und Goldfiſchſauce. Dann lachte er aus Her⸗ zensgrunde in einem höchſt melodiſchen Gebelle ſehr laut und ſehr lange.

Als Antwort auf die bedeutungsvollen Blicke aller Anweſenden ſchüttelte Madame Nickleby noch immer den Kopf, als wolle ſie damit andeuten, ſie ſehe in allen dem weiter nichts, als ein etwas excentriſches Weſen. Sie hätte vielleicht dieſe Meinung bis zum letzten Au⸗ genblicke ihres Lebens gehegt, wären nicht einige Um⸗ ſtände eingetreten, welche, ſo trivial ſie auch waren, doch die ganze Sachlage veränderten.

Da Fräulein La Creevy ihre Patientin in einem nicht eben gefahrdrohenden Zuſtande ſah und die Neu⸗ gierde, zu wiſſen, was drinnen vorgehe, ihr keine Ruhe ließ, ſo begab ſie ſich in das Nebenzimmer eben in dem