Teil eines Werkes 
6. Th. (1839)
Entstehung
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152 Nicolaus Nickleby.

einige Fuß hoch oben in dem Schornſtein befand und dieſer keineswegs weit war. Da er jedoch die ganze Zeit über nicht aufhörte, von der Treuloſigkeit und Wortbrüchigkeit ſeiner Schönen zu ſingen und jetzt nicht bloß anfing, ganz ſchwach zu ſtöhnen, ſondern auch mit großer Heftigkeit zu zappeln, als würde es ihm ſchwer Athem zu holen, zog Frank Cheeryble ohne weitere Zö⸗ gerung an den kurzen Beinkleidern und grauen Strüm⸗ pfen ſo herzhaft, daß er den Unbekannten ſchneller in das Zimmer herunterbrachte, als es eigentlich ſeine Ab⸗ ſicht geweſen war.

»Ach ja, ja,« rief Käthchen als die ganze Figur des ſeltſamen Gaſtes auf ſo unerwartet ſchnelle Art zum Vorſchein kam.»Ich weiß, wer er iſt, und bitte, gehen Sie nicht rauh mit ihm um. Iſt er verletzt? Ich hoffe es nicht; ach, bitte, ſehen Sie nach, ob er ſich ver⸗ letzt hat.«

»Er hat ſich nicht verletzt, ich verſichere Sie,« ant⸗ wortete Frank, der den Gegenſtand ſeiner Ueberraſchung nach dieſer Aufforderung mit Einemmale ſehr behutſam und rückſichtsvoll behandelte.»Er hat ſich durchaus nicht verletzt.«

»Aber laſſen Sie ihn nicht näher kommen,« ſagte Käthchen, die ſo weit als möglich zurückwich.

»Nein, nein, er ſoll Ihnen nicht zu nahe kommen,« entgegnete Frank.»Sie ſehen, ich halte ihn feſt. Aber darf ich Sie fragen, was alles dies zu bedeuten hat und ob Sie den Alten erwarteten.«

»Ach nein, durchaus nicht,« antwortete Käthchen; vaber er die Mutter freilich will es nicht glauben, fürcht' ich er iſt ein Wahnſinniger, der aus dem Nachbarhauſe entflohen iſt, und Gelegenheit Leiunden haben muß, ſich hier zu verbergen.