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Nicolaus Nickleby. 151
darauf vorbereitet und hatte mich drein ergeben. Als ich noch nicht ganz ſo alt war, wie Du jetzt biſt, liebes Käthchen, ſchnitt ein junger Mann, der in der Kirche neben uns ſaß, faſt jeden Sonntag meinen Namen mit großen Buchſtaben während der Predigt vorn auf die Bank. Es war dies für mich natürlich ſehr ſchmeichel⸗ haft, aber doch auch läſtig und unangenehm, weil der Sitz in der Kirche ſehr ſichtbar war und der junge Mann einigemale vor allen Leuten dieſes Schneidens wegen aus der Kirche hinausgeführt wurde. Das war jedoch nichts gegen das, was mir jetzt geſchieht. Das iſt viel ſchlimmer, viel unangenehmer. Ich wollte lie⸗ ber, mein gutes Käthchen,« ſetzte Madame Nickleby ſehr feierlich und unter einem Strome von Thränen hinzu, vich wollte lieber, ich wäre grundhäßlich, als daß ich ſolchen Dingen ausgeſetzt ſei.«
Frank Cheeryble und Timotheus Linkinwater ſahen mit unausſprechlicher Verwunderung erſt einander, dann Käthchen an, die wohl fühlte, daß eine Aufklärung nö⸗ thig ſei, aber zwiſchen dem Schrecken über das Erſchei⸗ nen der Beine, ihrer Beſorgniß, daß der Eigenthümer derſelben erſticke, und ihrem Wunſche, das Räthſel auf eine ſo wenig als möglich lächerliche Weiſe zu löſen, kein Wort über ihre Lippen bringen konnte.
»Er verurſacht mir großes Leid,« fuhr Madame Nickleby fort, indem ſie die Augen trocknete,»großes Leid, aber ich bitte Sie doch, krümmen Sie ihm kein Haar auf ſeinem Haupte; in keinem Falle krümmen Sie ihm ein Haar auf ſeinem Haupte.«
Es würde unter den beſtehenden Umſtänden nicht ganz ſo leicht geweſen ſein, ein Haar auf dem Haupte des Mannes zu krümmen, als ſich Madame Nickleby einzubilden ſchien, weil dieſer Theil ſeiner Perſon ſich


