Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 15

der ſpäter nach den Vereinigten Staaten auswanderte und uns von dort ein Paar Schneeſchuhe und einen ſo rührenden Brief ſchickte, den Dein Vater nicht ohne Thränen leſen konnte; Du wirſt Dich noch des Briefes erinnern? Er ſchrieb darin, es thue ihm ſehr leid, daß er die dreihundert Thaler gerade jetzt nicht bezahlen könne, da er ſein ganzes Vermögen verborgt habe; er ſei auf dem beſten Wege, ein reicher Mann zu werden, habe es aber nicht vergeſſen, daß Du ſein Pathchen wä⸗ reſt, und würde es ſehr übel nehmen, wenn wir nicht auf ſeine alte Rechnung ein ſilbernes Beſteck für Dich kauften, weißt Du es nicht mehr? Und wie liebevoll ſprach er von dem alten Portwein, von dem er jedesmal, wann er kam, anderthalb Flaſchen zu trinken pflegte; erinnerſt Du Dich nicht, Käthchen?«

»Ja, wohl, Mutter; aber was war mit ihm?«

»Nun, dieſer Herr Watkins, liebes Käthchen,« fuhr Madame Nickleby langſam fort, als koſte es ihr außer⸗ ordentliche Anſtrengung, ſich an etwas ganz beſonders Wichtiges zu erinnern,»dieſer Herr Watkins Sie müſſen wiſſen, Mademoiſelle Knag, er war mit den Wat⸗ kins, die die Schenke in dem Dorfe hatten, nicht ver⸗ wandt, ich weiß nicht, ob ſie der alte Eber oder Georg IV. hieß, es thut auch nichts zur Sache dieſer Herr Watkins ſagte, als Du erſt drittehalb Jahr alt warſt, Du wäreſt eins der klügſten Kinder, die er in ſeinem Leben geſehen, das ſagte er, Mademoiſelle Knag, und er war keineswegs ein Kinderfreund, und hatte nicht die geringſte Urſache dazu. Ich weiß es aber ganz gewiß, daß er dies ſagte, weil ich mich erinnere, als wäre es erſt geſtern geweſen, daß er den Augenblick darauf von dem armen Vater 150 Thlr. borgte.«

Als Madame Nickleby dieſes außerordentliche und