Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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72 Nicolaus Nickleby.

Sie ſollte aber in dieſer Spannung bis zum Nachmit⸗ kage bleiben; denn Squeers erſchien erſt, nachdem er ſich mit ſeinem Mittagsmahle geſtärkt und durch ein Paar Gläſer über die gewöhnliche Zahl erquickt hatte, in der Begleitung ſeiner liebenswürdigen Genoſſin mit einem Geſichte voll wunderbarer Wichtigkeit und mit einem furchtbaren Inſtrumente, ſtark, geſchmeidig, an dem Ende mit Wachs beſtrichen und neu,— kurz, am Morgen be⸗ ſonders zu dem Gebrauche, der jetzt davon gemacht wer⸗ den ſollte, gekauft.

»Sind Alle da?« fragte Squeers mit ſchrecklicher Stimme. 4

Es waren alle da, aber die Knaben fürchteten ſich zu ſprechen; Squeers durchlief daher die Reihen, um ſich ſelbſt zu verſichern, und jedes Auge ſenkte ſich und jeder Kopf hing herab, während er dies that.

»Jeder bleibe auf ſeinem Platze!« ſagte Sqaueers, in⸗ dem er ſeinen Lieblingsſchlag auf das Pult niederfallen ließ und mit finſterer Zufriedenheit das allgemeine Auf⸗ fahren wahrnahm, welches derſelbe, wie immer, hervor⸗ brachte.»Nickleby, an Ihr Pult!⸗

Es war von mehr als einem der kleinen Beobachter bemerkt worden, daß ein ſehr ſeltſamer und ungewöhn⸗ licher Ausdrnck in den Zügen des Unterlehrers lag; er nahm indeſſen ſeinen Sitz ein, ohne die Lippen zu einer Erwiederung zu öffnen; und Saueers, der einen trium⸗ phirenden Blick auf ſeinen Gehülfen und einen Blick des unbeſchränkteſten Despotismus auf die Knaben warf, verließ das Gemach und kehrte bald darauf mit Smike zurück, den er am Kragen hinter ſich drren ſchleppte, oder vielmehr an jenem Fragmente ſeiner Jacke, welches der Stelle zunächſt ſaß, wo der Kragen ſich befunden

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