Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 187 den Juden in der Laufbahn ſeines Glückes und ſeiner

Schandthaten geſehen hat, ſo denke ich, wird es gut

ſein, wenn es auch ohne etwas Furcht nicht möglich iſt, daß er ihn auch jetzt ſieht.«

Dieſe wenigen Worte waren bei Seite geſprochen worden, ſo daß Oliver ſie nicht hörte. Der Mann griff an ſeinen Hut, ſah Oliver mit einiger Neugierde an, öffnete ein anderes Thor und führte ſie durch dunkele verſchlungene Gänge zu den Zellen.

»Dieſen Weg,« ſagte der Mann, indem er in einem dunkeln Gange ſtehen blieb, wo einige Männer in aller Stille einige Vorbereitungen machten,»dieſen Weg muß er gehen. Wenn Sie hierher treten, ſo können Sie die Thür ſehen, aus welcher er herauskommt.

Er führte ſie in eine ſteinerne Küche und zeigte nach einer Thür. Ueber derfelben befand ſich ein offenes Gitter, durch welches männliche Stimmen nebſt Ham⸗ merſchlägen und dem Ton fallender Bretter herausdran⸗ gen. Man ſchlug das Schaffot auf.

Von hier aus gingen ſie durch verſchiedene ſtarke Thüren, welche von anderen Thürhütern von innen ge⸗ öffnet wurden, und als ſie auf einen Hof kamen, ſtiegen ſie einige ſchmale Stufen hinauf und gelangten in einen Gang mit einer Reihe ſtarker Thüren zur linken Seite. Der Schließer winkte ihnen zurückzubleiben und klopfte mit ſeinem Schlüſſelbunde an eine derſelben. Die beiden Wächter kamen nach kurzem Flüſtern heraus auf den Gang, ſtreckten ſich, als freuten ſie ſich der augenblicklichen Erlöſung, und ſagten den beiden Fremden, ſie möchten dem Schließer in die Zelle hinein folgen. Sie thaten es.

Der verurtheilte Verbrecher ſaß auf ſeinem Lager mit einem Geſichte, das mehr dem eines gefangenen Thie⸗ res, als einem menſchlichen Antlitze glich, und wankte