Oliver Twiſt. 31
cher man auf den Stufen Tritte hörte, und erreichte die⸗ ſelbe zugleich mit dem Ankommenden, der ſchnell her⸗ eintrat und dicht bei dem Mädchen ſtand, ehe er ſie be⸗ merkte.
Es war Monks.
»Eine von meinen jungen Leuten,⸗ ſagte der Jude, als er bemerkte, daß Monks bei dem Anblicke des Mäd⸗ chens zurücktrat.»Sitze ſtill, Aennchen.«
Das Mädchen rückte näher an den Tiſch, ſah Monks gleichgültig an und wendete dann die Augen ganz ab; als er ſich aber nach dem Juden umdrehete, warf ſie ver⸗ ſtohlen einen ſo ſcharfen, ſo vielbedeutenden Blick auf den Fremden, wie man ſie eines ſolchen gar nicht fähig hätte halten ſollen.
»Etwas Neues?« fragte der Jude.
»Großes.«
»Und— und— gut?« fragte der Jude zögernd, als fürchte er den Andern durch zu ſanguiniſche Erwar⸗ tung zu beleidigen.
»Nun, nicht ſchlecht,« erwiederte Monks lächelnd. »Ich bin ziemlich glücklich geweſen. Auf ein Wort!«
Das Mädchen, rückte dicht vor den Tiſch und machte keine Anſtalt, die Stube zu verlaſſen, ob ſie gleich ſehen konnte, daß Monks auf ſie wies. Der Jude, der vielleicht fürchtete, ſie möge etwas von dem Gelde ſa⸗ gen, wenn er ſie hinausſchicke, wies nach oben und führte Monks hinaus.
»Nur nicht in das verfluchte Loch, wo wir das vo⸗ rige Mal waren,« hörte ſie den Mann ſagen, als ſie die Stufen hinaufgingen. Der Jude lachte, antwortete et⸗ was, das ſie nicht verſtand, und ſchien ſeinen Begleiter in das zweite Stockwerk zu führen.
Ehe noch der Wiederhall ihrer Tritte im Hauſe ver⸗


