Oliver Twiſt.
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gere Vorſteherin nach dem Gemache ſchritt, wo die Sterbende lag.
Es war eine kahle Dachſtube, an deren einem Ende ein mattes Licht brannte. Eine andere alte Frau wachte neben dem Bette, und der Lehrburſche des Armenarztes ſtand an dem Feuer und machte ſich einen Zahnſtocher aus einer Federſpuhle.
»Eine kalte Nacht, Frau Corney,« ſagte der junge Menſch, als dieſe eintrat.
»Ja, ſehr kalt,« antwortete die Frau ſo artig als möglich, und machte einen Knirx.
»Sie ſollten für beſſere Kohlen ſorgen; dieſe da tau⸗ gen nichts in einer ſo kalten Nacht.«
»Das hängt nicht von mir ab; die Kohlen werden von den Vorſtehern beſorgt,« entgegnete die Frau;»das geringſte, das ſie thun können, iſt, uns wenigſtens warm zu erhalten, denn unſere Aemter ſind beſchwerlich genug.⸗
Das Geſpräch wurde hier durch ein Aechzen der Kranken unterbrochen.
»Ach!« ſagte der junge Mann, indem er nach dem Bette hinſah, als habe er vorher die Kranke ganz ver⸗ geſſen gehabt,»hier iſt es Matthäi am letzten, Frau Corney.«
„Wirklich?« fragte die Frau.
»Wenn ſie noch zwei Stunden lebt, würde ich mich ſehr wundern,« fuhr der Lehrling des Arztes fort und ſpitzte dabei ſeinen Zahnſtocher.»Schläft ſie, Alte?«
Die Wärterin bog ſich über das Bett und nickte zur Beſtätigung.
»Dann ſchläft ſie vielleicht ein, wenn Sie keinen Lärm machen. Stellt das Licht auf die Dielen, damit ſie es nicht bemerkt.«
Die Wärterin that, was ihr geheißen war, ſchüttelte
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