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Oliver Twiſt. 25
Dächer und öden Straßen zu werfen. Es ſchien in die⸗ ſem Theile der Stadt noch Niemand wach zu ſein, denn in allen Häuſern waren die Fenſter noch feſt verſchloſſen, und die Straßen, durch welche ſie gingen, ſtill und leer. Als ſie auf die Straße von Bethnal Green gelang⸗ ten, wurde es faſt vollſtändig Tag. Viele Lampen wa⸗ ren bereits verlöſcht, einige Wagen fuhren ſchwer und langſam nach London hinein; bisweilen raſſelte ein mit Koth beſpritzter Poſtwagen raſch vorüber, und der Po⸗ ſtillon gab im Vorüberfahren dem Fuhrmanne, der auf die falſche Seite gefahren war, einen freundſchaftlichen Wink durch einen Peitſchenhieb. Die Wirthshäuſer wa⸗ ren bereits geöffnet, und innen noch mit Gas erleuchtet. Allmälig wurden Kaufmannsladen geöffnet und hier und da gingen einzeln einige Perſonen. Dann kamen Grup⸗ pen von Arbeitern, die an ihre Arbeit gingen; darauf Männer und Weiber mit Fiſchkörben auf den Köpfen, Eſelskarren mit Gemüſe, Wagen mit lebendigem Vieh und ganzen Stücken Fleiſch, Milchweiber mit Zubern und eine ununterbrochene Reihe von Menſchen, die ver⸗ ſchiedene Lebensmittel u. dergl. nach den öſtlichen Vor⸗ ſtädten der Stadt ſchafften. Je näher ſie der City ka⸗ men, um ſo mehr nahm der Lärm und die Geſchäftigkeit zu. Es war nun ſo hell, als es bei ſolchem Himmel ſein konnte, und der geſchäftige Morgen der Hälfte der Bewohner von London hatte begonnen. 3 In Smithfield hörte man einen Tumult von verwor⸗
renen Tönen, der Oliver Twiſt in Verwunderung und
Erſtaunen verſetzte.
Es war ein Marktmorgen. Auf dem Boden lag der Schmutz und Koth knöcheltief; ein dichter Dampf ſtieg fortwährend von dem erhitzten Vieh auf und vermiſchte ſich mit dem Nebel, der über den Häuſern ſchwebte. Alle
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