Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 155

und ſah Oliver an, als habe er große Luſt, ſogleich nach Olivers Kehle zu ſpringen.

»Gott ſtraf' mich mit Blindheit, der Hund iſt ſo be⸗ reitwillig wie ein guter Chriſt,« ſprach Sikes, während er das Thier mit einem gewiſſen wilden Beifallslächeln anſah.»Du weißt nun, was Du zu erwarten haſt, Junge, lauf alſo ſo geſchwind, als Du kannſt, der Hund wird Dich bald packen.

Der Hund wedelte mit dem Schwanze, als freue er ſich über ſeines Herrn ungewöhnliche Freundlichkeit, knurrte zur Warnung noch einmal und ging voran. Die Nacht war finſter und nebelig, und es wollte eben an⸗ fangen zu regnen. Die Lichter in den Verkaufsläden ſchimmerten nur ſchwach durch den ſchweren Dunſt, der ſich jeden Augenblick noch mehr verdichtete, wie mit ei⸗ nem Leichentuche die Straßen und Häuſer umhüllte, den ſchauerlichen Ort in Olivers Augen noch ſchauerlicher machte und ſeine bangenvolle Erwartung noch verſchlim⸗ merte.

Sie waren noch einige Schritte weit gegangen, als eine Glocke ſchlug. Mit dem erſten Schlage dreheten ſich ſeine beiden Führer nach der Seite hin, woher der Ton kam und blieben ſtehen.

»Acht Uhr, Bill,« ſagte das Mädchen, als die Glocke ausgeſchlagen hatte.

»Ich höre es,« erwiederte Sikes.

»Ich möchte wiſſen, ob ſie es auch hören können,⸗ fuhr Aennchen fort.

»Ja wohl, können ſie das. Ich weiß es; war ja auch gefangen darin.

»Die Arme!« rief Aennchen, die noch immer nach der Gegend hin ſah, in welcher die Glocke geſchlagen hatte. »Ach, Bill, ſolche hübſche junge Burſche wie ſiel«