Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 153

helfen, Du nichtsnutziger Bube. Was haſt Du da für Bücher? Haſt Du ſie geſtohlen? Gieb ſie her! Damit entriß er dem Knaben die Bücher und gab ihm einen derben Schlag auf den Kopf..

»Das iſt Recht!« bemerkte ein Zuſchauer aus einem Fenſter.»Das iſt die rechte Art, ihn zu Verſtand zu bringen.«

»Ganz gewiß,« ſtimmte ein ſchlafmütziger Zimmer⸗ mann ein, während er nach dem Fenſter hin ſah.

»Das wird ihm gut ſein,« meinten die beiden Weiber.

Der Mann gab darauf dem Knaben noch einen Schlag und nahm ihn beim Kragen.»Komm, Junge, und du, Hund, paß aufl«

Was konnte der arme Knabe thun, ſchwach wie er noch war von der kaum überſtandenen Krankheit, be⸗ täubt von den Schlägen und dem unerwarteten Anfalle, erſchreckt von dem Knurren des Hundes und der Roh⸗ heit des Mannes, und übermannt von dem Glauben der Zuſchauer, er ſei wirklich der verſtockte böſe Bube, wie er geſchildert wurde? Es war dunkel geworden; in der Straße ſchien nicht die beſte Art Menſchen zu wohnen; keine Hülfe war in der Nähe und Widerſtand nutzlos. In dem nächſten Augenblicke ſah er ſich in ein Labyrinth von dunkeln, engen Höfen gezogen und über dieſelben ſo ſchnell fortgeſchleppt, daß die ſchwachen Hülferufe, welche er bisweilen auszuſtoßen wagte, von Niemandem gehört wurden. Freilich war es auch ſehr gleichgültig, ob ſie gehört wurden oder nicht, denn es befand ſich Niemand in der Nähe, der darauf geachtet haben würde.

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Die Gaslampen wurden angezündet; Frau Bedwin wartete ängſtlich an der geöffneten Glasthüre; die Magd war zwanzigmal die Straße hinaufgelaufen, um zu ſehen,