Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Dliver T wiſt. 33 einen Teller voll Hafergrütze und die Feſtagsration von vier und einem Achtel Loth Brot brachte. Bei dieſem Anblick begann der arme Oliver jämmerlich zu weinen, denn er glaubte, die Behörde wolle ihn ſchlachten laſ⸗ ſen, weil es ihr ſonſt nicht eingefallen ſein könnte, ihn auf dieſe Art fett zu machen.

»Weine Dir die Augen nicht roth, Oliver, ſondern und ſei dankbar,« ſagte Herr Bumble in feierlichem Tone.»Du ſollſt in die Lehre kommen, Oliver.«

»In die Lehre, Herr?« fragte das Kind zitternd.

»Ja, Oliver!« entgegnete Bumble.»Die guten Vorſteher, die lieben Herren, die wie Väter an Dir handeln, da Du ſelbſt keinen Vater haſt, wollen Dich in die Lehre geben und einen Mann aus Dir machen, ob gleich es ihnen drei Pfund zehn Schillinge koſtet! drei Pfund zehn Schillinge, Oliver! ſiebenzig Schillinge! hundert und vierzig Sirpence! und alles für einen bloßen Waiſenjungen, den Niemand lie⸗ ben kann.«

Als Bumble ſchwieg, um Athem zu ſchöpfen nach dieſer in ſchauerlichem Tone geſprochenen Anrede, roll⸗ ten die Thränen dem armen Jungen über die Backen, und er ſchluchzte laut.

»Komm, Oliver,« ſetzte dann Bumble etwas freund⸗ licher hinzu, denn er ſah mit Selbſtzufriedenheit die Wirkung, welche er durch ſeine Beredſamkeit hervor⸗ gebracht hatte;»komm, Oliver, wiſche Dir die Thrä⸗ nen mit dem Aermel Deiner Jacke ab und laß ſie nicht in die Hafergrütze fallen.« Es war freilich bereits Waſſer genug darin.

Auf dem Wege zu dem Stadtrathe ſagte Bumble dem Knaben, er habe weiter nichts zu thun, als ganz

glücklich auszuſehen, und wenn ein Herr ihn frage, ob Oliver Twiſt. I. 3