dermann 4 Mann, d dem armen Jungen nuſt mit wüthender Geberde wies. Er verſtand den Wink ſogleich, denn er hatte die Fauſt gar zu oft ſchon gefühlt. »Geht ſie auch mit?« fragte alſo Oliver. »Nein, ſie kann nicht,« antwortete Herr Bumble, waber ſie wird Dich bisweilen beſuchen.« Das war eben kein Troſt für das Kind, indeß ſo jung der Knabe auch war, ſo war er doch klug genug, großes Bedauern darüber zu heucheln, daß er fortgehen ſollte. Auch wurde es ihm gar nicht ſchwer, die Thränen in ſeinen Augen zu trocknen. Hunger und Erinnerung an kürzlich überſtandene Mißhandlung helfen ſehr, wenn ge⸗ weint ſein ſoll, und Oliver weinte alſo ganz natürlich. Frau Mann küßte ihn tauſendmal und gab ihm, was ihm weit lieber war, ein Stück Brot mit Butter, damit er nicht gar zu hungrig ausſehe, wenn er in das Ar⸗* beitshaus komme. Mit dieſem Stückchen Brot in der Hand und der kleinen braunen Mütze auf dem Kopfe, wurde denn Oliver von dem Herrn Bumble aus ſeinem traurigen Aufenthalte fortgeführt, wo nie ein freundliches Wort oder ein freundlicher Blick ſeine trüben Kinderjahre erheitert hatte. Und doch überwältigte ihn der Schmerz, als das Thor hinter ihm geſchloſſen wurde. So arm⸗ ſelig auch die jungen Gefährten ſeiner Noth waren, die er verließ, ſo waren ſie doch die einzigen Freunde, die er kanute, und er empfand zum erſtenmale ein Gefühl von Verlaſſenheit und Einſamkeit in der großen weiten Welt. Herr Bumble ging mit langen Schritten voran, und der kleine Oliver, der ſich an des Mannes gold⸗ betreßten Rockſchöße feſthielt, trabte nebenher, fragte dber alle fünf Minuten, ob ſie noch nicht»da« wären, * 2*
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


