Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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ten eine aufrühreriſche rigkeiten wurden ſehr bals tes und das Zeugniß des zuruͦ⸗ gewieſen; denn der Erſtere hatte jedesmal die Leiche geöffnet und nichts darin gefunden(das war allerdings ſehr wahrſcheinlich), und der Letztere beſchwor alles, was die Gemeindevor⸗ ſteher haben wollten, was gewiß eine große Aufopfe⸗ rung war. Die Vorſteher beſuchten zuweilen die Zwing⸗ anſtalt des Armenhauſes auf dem Dorfe, ließen ſich aber jederzeit den Tag vorher durch den Vogt anmel⸗ den. Die Kinder ſahen dann, wenn die Herren kamen, immer reinlich aus, und was verlangte das Volk mehr?

Es läßt ſich nicht erwarten, daß dieſes Bewirthſchaf⸗ tungsſyſtem einen beſonders reichlichen Ertrag gegeben haben ſollte. Oliver Twiſt war an ſeinem achten Ge⸗

burtstage ein blaſſer, hagerer und ſehr kleiner Junge von

höchſt geringem Umfange. Die Natur hatte jedoch in ſeine Bruſt einen kräftigen, geſunden Geiſt gelegt, der ſich in Folge der ſchmalen Koſt in der Anſtalt nach Be⸗ lieben ausdehnen konnte, und dieſem Umſtande iſt es vielleicht zuzuſchreiben, daß er überhaupt bis zu ſeinem achten Geburtstage kam. Mag dies aber auch ſein wie es will, genug es war ſein achter Geburtstag, und er feierte denſelben in dem Kohlenkeller mit zwei anderen Jungen, die erſt einander geprügelt hatten, und dann in dem Keller eingeſperrt worden waren, weil ſie das große Verbrechen begangen und hungrig zu ſein behauptet hat⸗ ten, als Frau Mann, die gute Frau vom Hauſe, höchſt unvermuthet durch das Erſcheinen Bumble's, des Vogtes, erſchreckt wurde, welcher die Gartenthüre aufzumachen ſuchte.

»J, du grundgütiger Himmel! Sie ſind es, Herr Bumble?« rief Frau Mann, indem ſie in trefflich nach⸗