Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Feuchtigkeit für ungeſun den ja die Pflanzen am beſten an feuchten een, warum ſollten es nicht auch die Menſchen? Die Einwohner von Mud⸗ fog ſind einſtimmig der Meinung, daß es keinen ſchöne⸗ ren Menſchenſchlag auf dem Erdboden giebt, als ſie, und wir haben ſomit eine unbeſtreitbare und wahrhaf⸗ tige Widerlegung jenes gewöhnlichen Jrrthums.

Unter anderen öffentlichen Gebäuden nun beſitzt Mudfog auch eines, das es mit den meiſten großen und kleinen Städten gemein hat, nemlich ein Arbeits⸗, Ar⸗ men⸗ und Waiſenhaus. In dieſem Hauſe wurde an ei⸗ nem gewiſſen Tage, den ich nicht genauer anzugeben brauche, da dem Leſer weiter nichts daran liegen kann, der Sterbliche geboren, deſſen Name an der Spihe die⸗ ſes Kapitels ſteht. Eine ziemlich lange Zeit, nachdem er durch den Stadtarmenarzt in dieſes Jammerthal eingeführt worden war, blieb es ſehr zweifelhaft, ob das Kind ſo lange leben würde, um überhaupt einen Namen zu führen, in welchem Falle dieſe Denkwürdigkeiten höchſt wahrſcheinlich nie erſchienen ſein, oder wenn ſie erſchienen, das unſchätzbare Verdienſt gehabt haben würden, die gedrängteſte und glaubwürdigſte Biographie zu ſein, welche die Literatur irgend einer Zeit oder ei⸗ nes Landes aufzuweiſen hat. Ob gleich ich nun nicht behaupten mag, daß die Geburt in einem Arbeitshauſe an ſich das glücklichſte und beneidenswertheſte Loos ſei, das ein menſchliches Weſen treffen kann, ſo war es doch in dieſem Falle das beſte fuür Oliver, das ihm mögli⸗ cher Weiſe begegnen konnte. Es hielt nemlich ſchwer, ihn zu bewegen, ſich die kleine Mühe zu geben und Athem zu holen, was allerdings eine unangenehme Be⸗ ſchäftigung, aber durch die Gewohnheit zu unſerm

Wohlbefinden nöthig geworden iſt; er lag eine Zeitlang

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