Teil eines Werkes 
6. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 177

nachdem Weller Senior etwas verlegen über ſeinen eige⸗ nen Enthuſiasmus ſich wieder geſetzt hatte.

»Ich bedenke ſie auch, Sir,« erwiederte Sam.»Ich habe ſchon mit ihr geſprochen, habe ihr auseinander ge⸗ ſetzt, wie meine Verhältniſſe beſchaffen ſind, und ſie hat mir zugeſagt, und ich glaube ihr, daß ſie gerne auf mich warten will, bis ich ſie nehmen kann. Thut ſie es nicht, ſo iſt ſie dasjenige Frauenzimmer nicht, wofür ich ſie halte, und ich gebe ſie dann gerne auf. Sie kennen mich, Sir. Mein Entſchluß iſt gefaßt, und durch nichts zu ändern.«

Wer hätte gegen ſolche Geſinnungen noch länger ankämpfen können? Herr Pickwick vermochte es nicht. Er empfand in dieſem Augenblick mehr Stolz und Freude in Folge der uneigennützigen Anhänglichkeit ſeines trefflichen Dieners als tauſend Freundſchaftsbetheuerungen der vornehmſten Männer in ihm zu erwecken vermocht hätten.

Während alles dieſes in Herrn Pickwicks Zimmer vorging, trat ein kleiner, alter Herr in einem ſchnupf⸗ tabacksfarbenen Kleide, einen Träger mit einem kleinen Mantelſack hinter ſich, in das Haus, beſtellte ein Nacht⸗ quartier, und fragte darauf den Kellner, ob eine Miſtreß Winkle hier wohne, welches natürlich bejaht wurde.

Iſt ſie allein?« fragte der kleine, alte Herr.

»Ich glaube wohl, Sir,« erwiederte der Kellner; vich kann ſogleich ihr Mädchen rufen, wenn Sie

»Nein, ich brauche ihr Mädchen nicht. Führen Sie mich in ihr Zimmer, ohne mich anzumelden.«

»Wie, Sir 2 3

»Sind Sie taub? 4

»Nein, Sirle

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