212 Die Pickwicker.
»Hiob, kennen Sie, glaub' ich, ſchon,« ſagte Herr Pickwick, auf ihn zeigend.
»Kenne ihn ſchon,« entgegnete Perker.»Laſſen Sie ſich morgen um ein Uhr auch ſehen; hören Sie? Iſt jetzt noch etwas hier zu beſorgen, mein theurer Sir?4
»Nichts,« erwiederte Herr Pickwick.»Sam, haben Sie das kleine Packet abgegeben, das ich Ihnen für Ihren alten Stubengenoſſen einhändigte?«
»Ja, Sir,« antwortete Sam.»Er fing an zu weinen, Sir, und ſagte, Sie ſeien ſehr edelmüthig und gütig, und er wünſche nur, Sie hätten ihm die gallo⸗ pirende Schwindſucht einokuliren können, denn da ſein alter Freund, der hier ſo lange mit ihm lebte, geſtorben ſei, hätte er jetzt Niemand mehr, der ſich um ihn be⸗ kümmerte.«
»Der arme, arme Mann,“« ſagte Herr Pickwick. „Lebt wohl und Gott ſegne Euch Alle, meine Freunde!«
Die Menge erhob ein lautes Geſchrei, und Viele drängten ſich zu ihm, um ihm die Hand noch ein Mal zu drücken. Er nahm Perkers Arm, und eilte mit betrübterem Herzen aus dem Gefängniß, als er es be⸗ treten hatte. Ach, wie viele Unglückliche ließ er darin zurück, und wie viele derſelben ſchmachten noch jetzt dort.
Ein glücklicher Abend war dieſes wenigſtens für
eine Geſellſchaft im Georg und Geier, und leicht und heiter fühlten ſich am andern Morgen Herr Pickwick und Sam, als ſie in einer bequemen Poſtkutſche ab⸗ fuhren.
»Sir!« rief Sam ſeinem Herrn zu.
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