Teil eines Werkes 
5. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Achtunddreißigſtes Kapitel.

In welchem die Abweſenheit des Herrn Weller durch die Schil⸗ derung einer Soiree, zu welcher er eingeladen war und ſich begab, vollkommen gerechtfertigt, und auch berichtet wird, wie Herr Pickwick ihn mit einer wichtigen gehei⸗ men Sendung beauftragte.

Herr Weller,« ſagte Miſtreß Craddak an dem Morgen des eben geſchilderten ereignißreichen Tages hier iſt ein Brief für Sie.

»Für mich!« entgegnete Sam,»das iſt doch kurios. Es muß wohl etwas Beſonderes paſſirt ſein, denn ich erinnere mich in meinem Zirkel von Bekanntſchaften keines Gentlemans, der einen Brief ſchreiben könnte.

»Vielleicht hat ſich etwas Ungewöhnliches ereignet,« bemerkte Miſtreß Craddak.

»Es muß allerdings etwas ſehr Beſonderes ſein, das einem von meinen Freunden zum Brieſſchreiben bringen konnte,« erwiederte Sam mit bedenklichem Kopf⸗ ſchütteln»nichts Geringeres als eine natürliche Con⸗ vulſion, wie der junge Gentleman ſagte, als er Zufälle bekam. Von meinem Alten kann der Brief auch nicht ſein,« fuhr Sam auf die Adreſſe blickend fort,»denn der druckt immer, weil er das Schreiben von den großen Anſchlagzetteln gelernt hat. Ich kann mir gar nicht denken, von wem der Brief kommen mag.«

Die Pickwicker. V. 1