Die Pickwicker. 203 ein Gummiball von ſeinem Bett aufv; ſtuͤrzte in ſein Wohnzimmer, und riß das Fenſter auf, als Herr Pick⸗ wick eben ein anderes öffnete, und der erſte Gegenſtand, der ſich ihren Blicken darbot, war Herr Winkle, der ſich in die Sänfte zu zwängen bemühte.
»Nachtwächter!« ſchrie Dowler in furchtbarer Wuth, „haltet ihn feſt!— Fangt ihn!— haltet ihn, bis ich hinabkomme!— Ich werde ihm die Kehle abſchneiden!
— Gebt mir ein Meſſer— von einem Ohr bis zum
andern, ſo wahr ich Dowler heiße,« und der beleidigte Ehemann ergriff ein Meſſer, das auf dem Tiſche lag, und ſtürzte trotz alles Schreiens der Wirthin hinab und auf die Straße.
Doch Herr Winkle erwartete ihn nicht. Kaum ver⸗ nahm er die ſchreckliche Drohung des tapfern Dowler, ſo ſprang er faſt eben ſo ſchnell von der Sitgesfs als er auf ſie zugeſtürzt war, ſchleuderte die Pankoffeln weit von ſich, und lief aus Leibeskräften davon, hitzig ver⸗ folgt von Dowler und dem Nachtwächter. Sie hetzten ihn auf dem Platze umher; er ſprang, als er zum zwei⸗ ten Mal vor der offenſtehenden Hausthür ankam, hinein, warf ſie Dowler vor der Naſe zu, rannte in ſein Schlaf⸗ zimmer, verſchloß und verrammelte die Thür mit einem Kleiderſchrank, Kommoden und Tiſchen, packte einige noth⸗ wendige Sachen zuſammen, und beſchloß, mit Tages⸗ anbruch zu entfliehen.
Dowler kam nach einiger Zeit vor ſeine Thür, und kündigte durch das Schlüſſelloch ſeinen unerſchütterlichen Entſchluß an, Herrn Winkle am folgenden Tage die Kehle abzuſchneiden. Nach einem großen Durcheinander⸗ reden von Stimmen im Geſellſchaftszimmer, unter denen


