Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 193

»Augenblicklich,« ſagte Jingle in äußerſter Ruhe. Adien adieun, Pickwick.«

Hätte ein ruhiger Zuſchauer das Antlitz des be⸗ rühmten Mannes, des Helden unſerer Erzählung, wäh⸗ rend dieſer Unterredung beobachten können, es würde ihm unerklärlich geweſen ſein, daß ſeine Brillengläſer vor dem aus ſeinen Augen blitzenden Feuer der Entrüſtung nicht ſchmolzen ſo majeſtätiſch war ſein Zorn. Sprühende Zornblitze ſchoſſen aus ſeinen Augen und kramphaft zogen ſich ſeine Hände zuſammen, als der Elende ihn anredete Er hielt jedoch abermals an ſich er pulveriſirte ihn nicht.

»Da,« fuhr der verſtockte Böſewicht fort, indem er Herrn Pickwick die Licenz vor die Füße warf, Namen umändern laſſen, alte Schachtel nach Hauſe bringen für Tuppy gut genug!«

Herr Pickwick war Philoſoph, allein zuletzt ſind Philoſophen doch nur gepanzerte Männer. Der Pfeil war durch den Harniſch ſeiner Philoſophie und ihm bis tief in das Herz. gedrungen. Er ſchleuderte in ſeiner unnennbaren Wuth das Dintenfaß nach Jingle, und ſtürzte ſelbſt hintendrein auf den Verruchten los. Allein Jingle war verſchwunden, und Sams Arme fingen Herrn Pickwick auf.

»Daß Dich!« rief Sam aus,»das Sch hreibzeug muß wohlfeil ſein, wo Sie her ſind. Das iſt Dinte, die von ſelber ſchreibt; hat Ihr Handzeichen an die Wand ge⸗ ſchrieben, alter Herr. Sachte, ſachte, Sir. Was kann's nützen, daß Sie'nem Menſchen nachſetzen, der lange Beine hat, und jetzo ſchon die ganze Straß''nunter iſt.

Für die Wahrheit ſtand Herrn Pickwicks Ohr ſtets offen, gleich denen aller wirklich großen Männer. Er

war ein raſcher und ſtarker Denker, und die Ueberlegung

Die Pickwicker I. 13