Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 177

und der will ſeine Stiefel haben und Du thäteſt beſſer, ſie zu putzen und nicht ſo viel zu ſchwatzen.«

»Weshalb ſagteſt Du das nicht gleich?« erwiederte Sam ſehr unwillig, indem er die fraglichen Stiefel aus der Reihe hervorſuchte.»Ich konnte nicht anders glauben, als daß es ein gewöhnliches Drei⸗Penny Trink⸗ geld geben würde. Zimmer Nummer 5 und noch eine Dame dabei! Wenn er im mindeſten ein anſtändiger Herr iſt, ſo bringt er mir täglich'nen Schilling ein, außer den Trinkgeldern für die Beſtellungen.«

Durch dieſen begeiſternden Gedanken angeregt, bür⸗ ſtete und putzte Herr Samuel mit ſolchem Eifer, daß in

wenigen Minuten die Stiefel und Schuhe eine Politur

erhielten, welche das Herz des liebenswürdigen Herrn Warren(denn ſie brauchten Day und Martinwichſe im weißen Hirſch) mit Neid erfüllt haben würde.

Sam klopfte, mit den Stiefeln und Schuhen in der Hand, an der Thür von Nummer 5.

»Herein!« rief eine männliche Stimme.

Sam machte ſeine beſte Verbeugung und trat vor eine Dame und einen Herrn, die beim Frühſtück ſaßen. Nachdem er dienſtfertig dem Herrn ſeine Stiefel und der Dame ihre Schuhe rechts und links neben ihre Füße geſetzt hatte, zog er ſich wieder nach der Thüre zurück.

»Hausknecht!« rief der Herr.

»Sir,« ſagte Sam, den Thürgriff in der Hand be⸗ haltend.

»Wißt Ihr wie heißt's doch Docktors Com⸗ mons.« 3

»Ja, Sir!«

»Wo iſts 2«

An der Paulskirche, Sir niedriger Thorweg

an der Fahrſeite, Buchladen an der einen Ecke, Gaſt⸗ Die Pickwicker. I. 12