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Die Pickwicker. 165
eine alberne Geſchichte von meiner Schweſter und Ihrem Freunde Tupman aufbinden wollte(hier ſank Herr Tup⸗ man auf einen Stuhh. Laſſen Sie mich!«
„»Nein, nein!« ſchrieen ſämmtliche Damen, durch deren Stimmen man das Gehäul Joes deutlich hörte.
»Ich will nicht feſt gehalten ſein!« rief der alte Wardle.—»Herr Wintle Herr Pickwick! laſſen Sie mich los!«
Es war ein rpekende Anblick, in dieſem Moment.
der Verwirrung und Aufregung den ruhigen und philo⸗ ſophiſchen Ausdruck des ein wenig gerötheten Antlitzes Herrn Pickwicks zu ſchauen, als er mit ſeinem Freunde mit feſten Armen den wohlbeleibten Körper des Wirthes umſpannt hielt, um ſo die Wuth ſeines Zornes ſich ab⸗ kühlen zu laſſen, während der feiſte Burſche durch ſämmt⸗ liche in dem Zimmer verſammelte Frauenzimmer hinaus⸗ gedrängt wurde. Kaum war dieſes geſchehen, als der Kutſcher eintrat, um zu melden, daß der Wagen ange⸗ ſpannt ſei.
„Laſſen Sie ihn nicht allein fort!« riefen die Da⸗ men.»Er wird noch Jemanden umbringen.«
»Ich will ihn begleiten,« ſagte Herr Pickwick.
»Sie ſind ein braver Mann, Pickwick,« ſagte Herr Wardle, ihm die Hand reichend.—»Emma, hole Herrn Pickwick einen Shawl um den Hals zu binden. Seht nach Eurer Großmutter, Mädchen, ſie iſt in Ohnmacht gefallen.— Nun ſo kommen Sie denn— ſind Sie bereit?«
Herrn Pickwick war ſchnell ein breiter Shawl um Mund und Kinn gewickelt, ſein Hut ihm auf den Kopf gedrückt, ſein Oberrock ihm über den Arm geworfen, er antwortete alſo bejahend.
Sie ſtiegen ein.—»Und nun ſo ſchnell du kannſt,


