Die Pickwicker.
Herr Winkle ging jetzt wieder hinab in das Gaſt⸗ zimmer mit dem düſtern und ſchrecklichen Entſchluß, die Herausforderung des kampfluſtigen Doktor Slammer an⸗ zunehmen, und das Schlimmſte über ſich ergehen zu laſſen.
Zu dieſem Entſchluß wurde Herr Winkle durch eine Menge von Rückſichten bewogen, deren erſte ſein Anſehen im Klubb war. Man hatte ihn immer bei allen Din⸗ gen offenſiver, defenſiver oder inoffenſiver Art, welche Kör⸗ perſtärke oder Gewandtheit erfordern, für eine große Au⸗ torität gehalten; wenn er ſich daher bei dieſer erſten Ge⸗ legenheit, wo er eine Probe ablegen konnte, unter des Meiſters Augen ängſtlich zurückzog, ſo war ſeine Stel⸗ lung in der Geſellſchaft für immer verloren. Ueberdem erinnerte er ſich, von den in ſolchen Angelegenheiten Er⸗ fahrenen häufig gehört zu haben, daß in Folge eines Ein⸗ verſtändniſſes zwiſchen den Sekundanten, die Piſtolen ſel⸗
ten mit Kugeln geladen würden, und er hoffte ferner,
daß wenn er Herrn Snodgraß auffordern würde, ihm zu ſecundiren und demſelben die Gefahr in glühenden Aus⸗ drücken ſchilderte, dieſer Herr wahrſcheinlich den Vorfall Herrn Pickwick mittheilen und dieſer dann ohne Zweifel keine Zeit verlieren würde, bei den Lokalbehörden Anzeige zu machen, und dadurch die Tödtung oder Verſtümme⸗ lung ſeines Jüngers zu verhindern.
Dieſes waren ſeine Gedanken, als er nach dem Gaſt⸗ zimmer zurückkehrte, und die Abſicht zu erkennen gab, des Doktors Herausforderung anzunehmen.
»Wollen Sie mir einen Freund nennen, damit wir Zeit und Ort beſtimmen?« fragte der Offizier.
»Iſt nicht nöthig,« erwiederte Herr Winkle,»be⸗ 3
ſtimmen Sie ſelbſt Zeit und Ort, und ich werde für einen Sekundanten ſorgen.«⸗


