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Gegenwart an. So Stephen Blackpool's Grabſtein, mit ihres Vaters Document über ſeinen Tod gehörte auch faſt zur Gegen⸗ wart, denn ſie wußte, daß das ſo ſein ſollte. Dieſe Dinge konnte ſie leicht ſehen. Aber, wie viel von der Zukunft?
Ein Arbeitermädchen, Namens Rachael, welches nach einer langen Krankheit eines Tages wieder auf den Ruf der Fabrik⸗ glocke erſchien und wieder zur beſtimmten Stunde hin⸗ und zurückgieng unter den Coketown'ſchen„Händen“; ein Mädchen von gedankenvoller Schönheit, immer ſchwarz gekleidet aber mil⸗ den Sinnes und heiter, ſelbſt munter; welches allein von allen Leuten an dem Orte mit einer geſunkenen, verſoffenen Elenden ihres eigenen Geſchlechts Mitleid zu haben ſchien, die man zu Zeiten in der Stadt insgeheim ſie anbetteln und anrufen ſah; ein Arbeitermädchen, immer arbeitend, aber zufrieden damit, wie mit ihrem natürlichen Looſe, bis ſie zu alt zu fernerer Arbeit ſein würde. Sah Luiſe das? So etwas ſollte geſchehen.
Ein verlaſſener Bruder, viele tauſend Meilen entfernt, auf thränendurchnäßtem Papier ſchreibend, daß ihre Worte zu bald in Erfüllung gegangen, und daß alle Schätze der Welt unbedenk⸗ lich hingeworfen werden würden für einen Blick auf ihr theures Geſicht. Später dieſer Bruder ſich der Heimath nähernd, voll Hoffnung ſie zu ſehen, und durch Krankheit aufgehalten; und dann ein Brief von fremder Hand, in dem es heißt, er ſtarb in dem Hoſpitale, am Fieber, und ſtarb in Reue und Liebe zu Euch: ſein letztes Wort war Euer Name.“ Sah Luiſe dieſe Dinge? Solche Dinge ſollten geſchehen.
Sie ſelbſt wieder ein Weib— eine Mutter— liebreich be⸗ ſorgt für ihre Kinder, immer voll Sorge, daß ſie Kindlichkeit des Geiſtes in nicht geringerem Grade als Kindlichkeit des Kör⸗ pers bewahrten, da ſie erkannt, daß jene noch ein ſchöneres Ding ſei und ein Beſitz, von dem ein aufgeſpartes Stückchen ein Segen und ein Glück für den Weiſeſten? Sah Luiſe das? So etwas ſollte nimmer geſchehen.
Aber, der glücklichen Cilli glückliche Kinder ſie liebend; alle Kinder ſie liebend; ſie ſelbſt, unterrichtet in kindlichem Wiſſen; nie denkend, daß eine unſchuldige und hübſche Neigung zu ver⸗ achten ſei; unabläſſig bemüht, ihre niedriger geſtellten Mitge⸗ ſchöpfe kennen zu lernen und ihr maſchinenmäßiges Leben der rauhen Wirklichkeit mit jenen idealen Annehmlichkeiten und Ge⸗ nüſſen zu verſchönen, ohne welche das Herz der Kindheit ver⸗
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