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Schwere Zeiten : ein Roman / von Boz (Dickens). Aus d. Engl. von Adolph Banner
Entstehung
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VII

liſche. Da iſt ein ſo confuſes Gemiſch von krankhafter Affectation und geiſtiger Geſundheit, von Mormonenthum und Unglauben, von Pruderie und Proſtitution, von Feig⸗ heit und Courage, von Glanz und Elend, von Freiheit und despotiſcher Sitte, von Kohlenſtaub und feudalem Schutt, von Hunger und Schwelgerei, von Baumwollen⸗Induſtrie und Heraldik, und die Gegenſätze fliegen einem ſo provo⸗ zirend an den Kopf, daß man nicht anders kann, man muß lachen oder weinen, man ſchreibt Young'ſche Nachtgedanken oder Falſtaff'ſche Unfläthereien, Miller'ſche Sentimentalitäten oder Boz'ſche Pickwickier. Etwas anderes iſt kaum möglich, und diejenigen, welche es verſuchen, jene unheilbaren Ge⸗ genſätze zu verſöhnen, zugleich in ihr Herz aufzunehmen, welche das Engländerthum mit dem Menſchenthum verei⸗ nigen, welche lachen und weinen wollten zu gleicher Zeit, wie Byron, giengen dabei zu Grunde.

Wenn gleich Charles Dickens in allen ſeinen Romanen von den Pickwickiern und Niclas Nicleby an bis herab zum»Bleak house« die ſociale Gegenwart Englands nach den verſchiedenartigſten Richtungen hin zur Erſcheinung zu bringen verſuchte und mit Glück verſucht hat, ſo iſt ihm dieſes doch noch nie ſo vollſtändig gelungen, als in ſeinem neueſten Buche, das der Leſer in der Hand hält, den»Hard times« oderSchweren Zeiten«. Mit warmer, bewegter Hand greift der Dichter in das ſtürmende, engliſche Leben hinein und trifft den Mittelpunkt der Kämpfe und Schmer⸗ zen, in denen die heutige engliſche Geſellſchaft fiebert und unheilbar darnieder liegt, ſo genau, daß wir ſtaunen müſſen, wie er ſeinen brillanten Humor behalten und ein ſo düſteres Gemälde mit ſo bunter Farbenpracht beleuchten konnte.

Die»Hard times« ſind eine Satire auf die Mancheſter Schule ſagt die engliſche Kritik die ſich ſehr wohlfeil