Teil eines Werkes 
10. Th. (1857)
Entstehung
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Dreißigſtes Kapitel.

ganz nahe, in einer Ecke, Rigaud in dieſer ſeltſamſten Stel⸗ lung beobachtend. Rigaud ſtand für ſeinen Theil auf und ſetzte ſich auf den Tiſch und ließ die Beine herunterbaumeln. In dieſer bequemen Stellung begegnete er Mrs. Clennams gefaßtem Geſicht, während ſein Schnurrbart hinauf und ſeine Naſe herunterzuckte.

Madam, ich bin ein Cavalier

Von dem ich, unterbrach ſie ihn mit ihrer gefaßten Stimme,Nachtheiliges in Verbindung mit einem franzö⸗ ſiſchen Gefängniß und einer Anklage wegen Mord gehört habe.

Er warf ihr mit ſeiner übertriebenen Galanterie eine Kußhand zu.Ganz richtig. Noch dazu einer Dame! Welche Abſurdität! Wie unglaublich! Ich hatte damals die Ehre, einen großen Erfolg zu haben. Ich küſſe Ihnen die Hand. Madam, ich bin ein Cavalier(wollte ich vorhin ſagen), der, wenn er ſagt, ich will dieſe oder jene Angelegenheit in dieſer Stunde zum Schluß bringen, ſie wirklich zum Schluß bringt. Ich erkläre Ihnen, daß jetzt in unſerm kleinen Geſchäft die letzte Sitzung ſtattfindet. Sie haben die Güte, mir Gehür zu ſchenken und mich zu verſtehen?

Sie ſah ihn mit gerunzelter Stirn feſt an.Ja.

Ferner bin ich ein Cavalier, dem bloßes Feilſchen um Geld unbekannt iſt, dem aber Geld, als ein Mittel, ſich Ge⸗ nuß zu verſchaffen, immer eine annehmbare Sache iſt. Sie haben die Güte, mir Gehör zu ſchenken und mich zu ver⸗

ſtehen?