Teil eines Werkes 
9. Th. (1857)
Entstehung
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Eine Bitte in der Marſhalſea. 147

Vorhang vor ſeine Fenſter zu machen; und ſo fand er, während er ſtill in ſeinem Stuhle ſaß, Klein Dorrit mit einem ruhigen Walten, das eine Herrſchaft über das ſonſt ſo geräuſchvolle Gefängniß ausübte, an ſeiner Seite ar⸗ beiten.

Das beſcheidene Köpfchen, wie es ſich wieder über ſeine Arbeit bückte, und die hurtig geſchäftigen Finger zu ſehen obgleich ſie ſich nicht ſo ſehr von ihrem Thun in Anſpruch nehmen ließ, um ihn nicht manchmal mit mitleidvollen Augen anzuſehen, in denen, wie ſie ſich wieder wegwende⸗ ten, Thränen ſtanden ſich ſo getröſtet und geſtärkt zu ſehen, und zu glauben, daß alle Hingebung dieſes großen Herzens ſich in ſeinem Unglück ihm zuwendete, um ſeinen unerſchöpflichen Reichthum von Güte über ihn auszuſchütten, machte Clennam's zitternde Stimme oder Hand nicht ruhiger, und ſtärkte ihn nicht in ſeiner körperlichen Schwäche. Und doch flößte es ihm eine innerliche Kraft ein, die mit ſeiner Liebe wuchs. Und wie zärtlich er ſie jetzt liebte, können Worte nicht ausſprechen!

Wie ſie in dem Schatten der Mauer neben einander ſaßen, fiel der Schatten wie Licht auf ihn. Sie litt nicht, daß er viel ſprach, und er hatte ſich in ſeinen Stuhl zurück⸗ gelegt, und ließ ſeine Augen auf ihr ruhen. Dann und wann ſtand ſie auf und reichte ihm das Glas zum Trinken oder ſtrich die Stelle glatt, wo er ruhte; dann kehrte ſie ſtill auf ihren Platz zurück, und beugte ſich wieder über ihre Arbeit.