Eine Erſcheinung in der Marſhalſea. 127
liche Weiſe zu annonciren, daß die einem gewiſſen Contrakt entgegenſtehenden Hinderniſſe bei dem Erſcheinen einer ge⸗ wiſſen dabei betheiligten Partei verſchwinden würden. Viel⸗ leicht, vielleicht auch nicht. Aber dieſe Combination haben Sie geſtört. Was ſagen Sie nun? Was wollen Sie?“
Clennam hatte nie ſchmerzlicher gefühlt, daß er ein Ge⸗ fangener war, als da er dieſen Mann vor ſich ſah und ihn nicht nach ſeiner Mutter Haus begleiten konnte. Alle die unverkennbaren Schwierigkeiten und Gefahren, die er ge⸗ ahnt hatte, waren jetzt im Anzuge, wo er weder Hand noch Fuß bewegen konnte.
„Vielleicht, Freund, Philoſoph, Tugendſpiegel, Thor, was Sie wollen, vielleicht,“ ſagte Rigaud, und ſetzte das Glas ab, um ihn mit ſeinem gräßlichen Lächeln anzuſehen, „hätten Sie beſſer gethan, mich ungeſchoren zu laſſen?“
„Nein!“ ſagte Clennam,„wenigſtens weiß man jetzt, daß Sie am Leben und unverletzt ſind. Wenigſtens können Sie nicht dieſen beiden Zeugen entſchlüpfen; und ſie können Sie jeder öffentlichen Behörde zeigen, oder Hunderten von Leuten.“
„Aber ſie werden mich Niemandem zeigen,“ ſagte Rigaud, und ſchnippte wieder mit einer Miene ſiegsbewußter Drohung die Finger.„Hol der Teufel Ihre Zeugen; zum Teufel mit Ihren Behörden! zum Teufel mit Ihnen ſelbſt! Was? weiß ich deshalb, was ich weiß? habe ich dafür meine Waare zu verkaufen? bah, armer Schlucker! Sie haben mein Plänchen geſtört. Laſſen wir das. Was nun? Was


