Eine Erſcheinung in der Marſhalſea. 117
im Begriff ſtehe, in ein vornehmeres Gefängniß zu ziehen. Aber mein Gang als juriſtiſche Maſchine liegt klar vor mir; ich habe nichts damit zu thun. Beliebt es Ihnen, den Herrn zu ſehen?“
„Wer, ſagten Sie, wünſchte, mich zu ſprechen?“
„Ich habe mir dieſe unjuriſtiſche Freiheit genommen, Sir. Da er hörte, daß ich Ihr juriſtiſcher Beiſtand ſei, wollte er nicht auftreten, als bis ich meine ſehr beſchränkte Funktion verrichtet hätte. Zum Glück,“ ſagte Mr. Rugg ſarkaſtiſch,„bin ich nicht ſo weit über die Akten hinausge⸗ gangen, um den Herrn nach ſeinem Namen zu fragen.“
„Ich vermuthe, es bleibt mir nichts übrig, als ihn zu empfangen,“ ſeufzte Clennam abgeſpannt.
„Das iſt alſo Ihr Belieben, Sir?“ entgegnete Rugg; „beehren Sie mich mit dieſem Auftrag, dies dem Herrn zu ſagen, wenn ich hinaus gehe? Wirklich? Ich danke Ihnen, Sir. Ich empfehle mich Ihnen,“ und er empfahl ſich wirk⸗ lich ſchmollend.
Der Herr von militäriſchem Aeußern hatte Clennams Neugier bei ſeinem gegenwärtigen Gemüthszuſtande ſo un⸗ vollkommen geweckt, daß ein halbes Vergeſſen, daß von einem ſolchen Beſuch geſprochen worden, ſich bereits als ein Theil des düſtern Schleiers darüber gebreitet hatte, der ſein Gemüth jetzt immer faſt verdunkelte, als ſchwere Tritte auf der Treppe ihn weckten. Sie ſchienen heraufzukommen, nicht ſehr raſch oder freiwillig, aber mit einem zur Schau getra⸗ genen Lärm, der beleidigend ſein ſollte. Als der Ankömm⸗


