112 Achtundzwanzigſtes Kapitel. 4
Regel nicht um. Leben Sie wohl! Ich hoffe, daß, wenn ich das Vergnügen habe, Sie das nächſte Mal zu ſehen, an die Stelle dieſer trübenden Wolke Sonnenſchein getreten iſt. Ich bitte Sie, keinen Schritt über die Schwelle. Ich kenne den Weg recht gut. Leben Sie wohl!“
Mit dieſen Worten eilte der beſte und geſcheidteſte der Barnacles die Treppe hinab, ging vor ſich hin ſummend durch das Portierhaus, ſtieg im vorderſten Hofe auf ſein Pferd und ritt zu einer Conferenz mit ſeinem hochadeligen Verwandten, der ein klein Wenig des Einpaukens bedurfte, bevor er mit Siegesbewußtſein gewiſſen ungläubigen Mit⸗ gliedern der Canaille antworten konnte, welche die ſtaats⸗ männiſche Kunſt der Créme in Zweifel ziehen wollten.
Er mußte Mr. Rugg unterwegs begegnet ſein, denn eine oder zwei Minuten darauf glänzte dieſer rothköpfige Herr, einem ältlichen Phöbus gleich, zur Thür herein.
„Wie befinden Sie ſich heute, Sir?“ ſagte Mr. Rugg. „Kann ich heute irgend eine Kleinigkeit für Sie thun, Sir?“
„Nein, ich danke Ihnen.“
Mr. Rugg's Freude an Geſchäftsbedrängniſſen war gleich der Freude der Hausfrau am Einſalzen und Ein⸗ machen, oder gleich der Freude der Waſchfrau an einer großen Wäſche, oder der Freude eines Kehrigtkärrners an einer übervollen Kehrigtgrube, oder jeder andern gewerbs⸗ mäßigen Freude an einer Confuſion in Geſchäftsſachen.
„Ich ſehe von Zeit zu Zeit immer noch nach, Sir,“


