Teil eines Werkes 
9. Th. (1857)
Entstehung
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Eine Erſcheinung in der Marſhalſea. 105

wußte, daß er träge und mürriſch ſeine Zeit verträumte. Nach dem, was er von den Wirkungen langer Haft innerhalb der engen vier Wände des Zimmers, das er jetzt bewohnte, geſehen hatte, flößte ihm dieſes Gefühl Angſt vor ſich ſelbſt ein. Das Auge anderer Menſchen und ſein eigenes ſcheuend, fing er an ſich ſehr merklich zu verändern. Jedermann konnte ſehen, daß der Schatten der Mauer finſter auf ihn fiel.

Er mochte etwa zehn oder zwölf Wochen im Gefängniß geweſen ſein, und hatte verſucht, zu leſen, und war nicht einmal im Stande geweſen, die dichteriſchen Geſtalten des Buchs von der Marſhalſea zu trennen, als Tritte vor ſeiner Thür erſchallten und eine Hand daran klopfte. Er ſtand auf und öffnete und eine angenehme Stimme rief ihm ent⸗ gegen:wie gehts Ihnen, Mr. Clennam? ich hoffe, ich bin Ihnen nicht unwillkommen, wenn ich Sie beſuche.

Es war der muntere junge Barnacle, Ferdinand. Er ſah ſehr freundlich und einnehmend aus, obgleich über⸗ wältigend heiter und ungebunden im Gegenſatz zu dem ſchmutzigen Gefängniß.

Sie wundern ſich, mich zu ſehen, Mr. Clennam, ſagte er, indem er den Stuhl nahm, den ihm Mr. Clennam anbot.

Ich muß geſtehen, daß ich etwas überraſcht bin.

Nicht unangenehm, hoffe ich.

Durchaus nicht.

Danke Ihnen. Offen geſtanden, ſagte der gewinnende junge Barnacle,hat es mir ausnehmend leid gethan, zu hören, daß Sie die Nothwendigkeit gefühlt haben, zeitweilig