Teil eines Werkes 
8. Th. (1857)
Entstehung
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Keine gerechte Urſache oder Behinderung, ꝛc. 29

Ich wünſche blos, daß wir uns— ha— gegenſeitig ver⸗ ſtehen. Hm. Gute Nacht, meine geliebte und einzige noch übrige Tochter. Gute Nacht. Gott ſegne Dich:“

Wenn Klein Dorrit jemals in dieſer Nacht der Gedanke kam, daß er ſie in ſeinem Glück, und jetzt, wo er im Sinne hatte, ſie durch eine zweite Gattin zu erſetzen, leichtſinnig verſtoßen könnte, ſo wies ſie ihn weit von ſich. Ihm immer noch treu, wie in den ſchlimmſten Zeiten, wo ſie ihn mit ihrer alleinigen Kraft aufrecht erhalten, wies ſie den Gedan⸗ ken von ſich, und kannte die ganze ſchlummerloſe, thränen⸗ loſe Nacht hindurch keine herbere Klage, als daß er jetzt Alles durch den Schleier ſeines Reichthums und der beſtändigen Sorge ſah, reich zu bleiben und reicher zu werden.

Sie ſaßen noch drei Wochen länger in ihrer Staats⸗ kutſche, mit Mrs. General auf dem Bock, und dann reiſte er nach Florenz, um Fanny zu treffen. Klein Dorrit hätte ihn nur um ihrer Liebe willen gern dorthin begleitet, um als⸗ dann, an ihr liebes England denkend, allein zurückzukehren. Aber obgleich der Courier die junge Gattin begleitet hatte, ſo war jetzt der Kammerdiener an der Reihe, und der Vor⸗ zug, ihrem Vater Geſellſchaft zu leiſten, konnte nicht ihr werden, ſo lange ein anderer Geſellſchafter für Geld zu be⸗ kommen war.

Mrs. General nahm das Leben leicht— das heißt, ſo leicht, wie ſie überhaupt Etwas nehmen konnte römiſche Haushalt in ihrem alleinigen Beſitz blieb; und Klein Dorrit fuhr oft in einem Miethwagen aus und wanderte