Teil eines Werkes 
7. Th. (1857)
Entstehung
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Ein Brief von Klein Dorrit. 77

verzweifelt bei dem Gedanken, wie ich das Geld dazu jemals ſchaffen ſollte. Von den Veränderungen in unſern Vermö⸗ gensverhältniſſen habe ich nie geträumt; ebenſowenig von jenem denkwürdigen Morgen, wo Sie zu uns kamen, um es mitzutheilen; auch von Ihnen habe ich nie geträumt.

Lieber Mr. Clennam, es iſt möglich, daß ich an Sie und Andere ſo viel bei Tage gedacht habe, daß ich des Nachts keine Gedanken mehr übrig habe, die ſich mit Ihnen beſchäftigen könnten. Denn ich muß Ihnen jetzt geſtehen, daß ich am Heimweh leide daß ich mich ſo innig und ernſtlich nach der Heimath ſehne, daß ich mich manchmal, wenn mich Niemand ſieht, darum gräme. Ich kann es nicht ertra⸗ gen, mein Geſicht noch weiter von der Heimath abzuwenden. Mein Herz wird mir etwas leichter, wenn wir uns wieder der Heimath zukehren, wenn es auch nur ein paar Meilen ſind, und wenn ich auch weiß, daß wir uns bald wieder weg⸗ wenden müſſen. So herzlich lieb' ich den Schauplatz meiner Armuth und Ihrer Güte. O, ſo herzlich, ſo herzlich!

Der Himmel weiß, wann Ihr armes Kind England wie⸗ derſehen wird. Uns Allen, außer mir, gefällt das Leben hier ſehr, und ich höre kein Wort von unſerer Rückkehr. Mein guter Vater ſpricht von einer Reiſe nach London gegen Ende nächſten Frühjahrs, wegen einiger Geſchäfte, aber ich habe nicht die geringſte Hoffnung, daß er mich mitnehmen wird.

Ich habe verſucht, mit der Frau Generalin Beihülfe etwas beſſere Fortſchritte zu machen, und ich hoffe, ich bin