Teil eines Werkes 
6. Th. (1856)
Entstehung
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Meiſtentheils Pflaumen und Prismen. 157

Mrs. General, Mr. Euſtace oder andere davon geſagt. Die Geſammtheit der Reiſenden ſchien eine Sammlung freiwilli⸗ ger Menſchenopfer zu ſein, die mit gebundenen Händen und Füßen Mr. Euſtace nnd ſeinen Handlangern überliefert würden, damit er ihnen die Eingeweide ihrer Vernunft nach dem Geſchmacke jener geheiligten Prieſterſchaft zurechtlege. Durch die verwitterten Reſte von Tempeln und Gräbern und Palläſten und Senatshallen und Theatern und Amphi⸗ theatern des Alterthums ſuchten Schaaren moderner Geiſter mit gefeſſelten Zungen und verbundenen Augen ſorg⸗ fältig ihren Weg, indem ſie unaufhörlich die Worte Pflau⸗ men und Prismen wiederholten, beſtrebt, ihre Lippen in die angenommene Form zu bringen. Mrs. General war ganz in ihrem Elemente. Niemand hatte eine Anſicht. Es ging in ihrer Umgebung ein Ausglätten und Ebnen aller Uneben⸗ heiten in erſtaunlichem Grade vor ſich, und es war nicht die leiſeſte Spur von muthiger, freier Rede darin.

Eine andere Modification des Themas: Pflaumen und Prismen drang ſich Klein Dorrits Beobachtung ſehr kurze Zeit nach ihrer Ankunft auf. Sie bekamen ſehr bald einen Beſuch von Mrs. Merdle, welche in dieſem Winter jenes ausgedehnte Departement des Lebens in der ewigen Stadt leitete, und die geſchickte Weiſe, in welcher ſie und Fanny bei der Gelegenheit Schule fochten, ließ ihre ſtille Schweſter faſt wie beim Blitzen von Degen mit den Augen blinzeln.

So entzückt, ſagte Mrs. Merdle,eine Bekanntſchaft