Meiſtentheils Pflaumen und Prismen. 151
ſam, um nicht genau zu beobachten. Sie konnte ſehen, daß derſelbe ſeinen Theil daran hatte, wenn auf Mrs. Gowan ein Schatten fiel, und ſie hatte ſogar ein inſtinctmäßiges Wiſſen davon, daß durchaus nichts Wahres daran war. Aber er hatte den Einfluß, daß er ihr Hinderniſſe in den Weg legte, wenn ſie den Umgang mit Mrs. Gowan ſuchte, indem er die Schule der Pflaumen und Prismen veranlaßte, ſehr höf⸗ lich, aber nicht ſehr vertraulich gegen ſie zu ſein, und Klein Dorrit als gezwungenes Mitglied dieſes Collegiums genöthigt war, ſich demüthig ſeinen Anordnungen zu unterwerfen.
Demungeachtet hatte ſich bereits ein Einverſtändniß der Empfindung zwiſchen den Beiden hergeſtellt, welches ihnen über größere Schwierigkeiten hinweggeholfen und eine Freundſchaft ſelbſt aus einem noch beſchränkteren Verkehre gemacht haben würde. Als ob der Zufall entſchloſſen wäre, derſelben günſtig zu ſein, fanden ſie eine neue Verſicherung ihrer Geiſtesverwandtſchaft in der Abneigung, welche jede von Beiden die Andere vor Blandois von Paris empfinden ſah, eine Abneigung, die den Grad des Widerwillens und Grauens einer natürlichen Antipathie gegen ein häßliches Thier von der Gattung der Reptilien erreichte.
Und außer dieſer activen Geiſtesverwandtſchaft gab es auch eine paſſive zwiſchen ihnen. Gegen ſie Beide betrug ſich Blandois genau in derſelben Weiſe, und gegen Beide hatte ſein Benehmen ohne Ausnahme Etwas an ſich, wovon Beide wußten, daß es verſchieden von ſeinem Betragen gegen An⸗ dere war. Der Unterſchied war zu unmerklich in ſeinem Aus⸗


