Meiſtentheils Pflaumen und Prismen. 149
friedigung darüber aus, indem er ſich in Mr. Gowans Hände gab, und äußerte die Hoffnung, er werde die Freude haben, ihn auch als Privatmann näher kennen zu lernen.
„Sie ſind ſehr gütig,“ ſagte Gowan.„Ich habe die Geſellſchaft nicht verſchworen, als ich mich der Zunft vom Pinſel anſchloß(die entzückendſten Burſche von der Welt), und ich bin ganz froh, dann und wann das alte feine Schießpulver riechen zu können, obgleich es mich in die Luft empor und in meinen jetzigen Beruf hineinſchleuderte. Sie wollen nicht glauben, Mr. Dorrit,“ und hier lachte er wie⸗ der in der flotteſten Weiſe,„daß ich in das Freimaurerge⸗ heimniß der Zunft hineingerathe— denn es iſt nicht ſo; meiner Seele, ich kann nicht umhin, es zu verrathen, wohin ich nur komme, obſchon ich, beim Jupiter, die Zunft mit aller meiner Macht liebe und ehre— wenn ich eine Bedin⸗ gung in Betreff der Zeit und des Ortes mache.“
Ha! Mr. Dorrit konnte— hm— keinen ſolchen Ver⸗ dacht auf Grund von Gowans Offenheit ſchöpfen.
„Noch einmal, Sie ſind ſehr gütig,“ ſagte Gowan. „Mr. Dorrit, ich höre, Sie gehen nach Rom. Auch ich gehe nach Rom, wo ich Freunde habe. Laſſen Sie mich die Un⸗ gerechtigkeit, die ich Ihnen anzuthun mir vorgenommen habe, dort beginnen, nicht hier. Wir werden während des Reſtes unſeres Aufenthalts hier alleſammt der nöthigen Ruhe er⸗ mangeln, und obſchon es in ganz Venedig keinen ärmeren Menſchen mit heilen Ellbogen gibt, als mich, habe ich doch den Kunſtfreund noch nicht ganz gelaſſen— compromittire


