Teil eines Werkes 
5. Th. (1856)
Entstehung
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Das Marſhalſea wird eine Waiſe. 155

rig, aber nicht träumeriſch der Feierlichkeit abgewendet. Er klopfte die Kinder auf den Kopf wie Sir Roger de Coverley bei ſeinem Kirchgange, er ſprach zu den Leuten im Hinter⸗ grunde, indem er ſie bei ihren Taufnamen rief, er war gegen alle Anweſenden herablaſſend und ſchien zu ihrem Troſte bei ſeinem Gange von dem Spruche in goldnen Buch⸗ ſtaben umgeben zu ſein:Tröſtet euch, mein Volk! Tragt es mit Geduld.

Endlich verkündeten drei kräftige Jubelrufe, daß er das Thor paſſirt und daß das Marſhalſea eine Waiſe war. Be⸗ vor ſie aufgehört hatten, in den Gefängnißmauern zu wider⸗ hallen, war die Familie in die Kutſche geſtiegen, und der Bediente hatte die Stufen des Wagenſchlags in der Hand.

Da erſt und nicht früher rief Fanny plötzlich:Ei du meine Güte! Wo iſt Amy?

Ihr Vater hatte gedacht, ſie ſei bei ihrer Schweſter. Ihre Schweſter hatte gedacht, ſie ſeiirgendwo. Sie hat⸗ ten ſich, wie ſie dies ſtets gethan, Alle darauf verlaſſen, ſie im rechten Augenblick an der rechten Stelle zu finden. Die⸗ ſer Wegzug war vielleicht die erſte Handlung in ihrem Le⸗ ben, die ſie ohne ſie vollbracht hatten.

Eine Minute mochte mit der Feſtſtellung dieſer Punkte verbracht worden ſein, als Miß Fanny, welche von ihrem Sitz in der Kutſche den langen engen Gang, der nach der

Loge führte, überblicken konnte, vor Entrüſtung erröthete.

Na, das muß ich ſagen, Papa, ſchrie ſie,daß das ſchändlich iſt!