Teil eines Werkes 
5. Th. (1856)
Entstehung
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Das Marſhalſea wird eine Waiſe. 147

Schenkung, kein Darlehen) mit einer Menge guter Rath⸗ ſchläge begleitete, die dahin gingen, daß er, der ſcheidende Vater des Marſhalſea, lange in der Erinnerung zu leben hoffe als ein Beiſpiel dafür, daß ein Mann ſeine Selbſt⸗ achtung und die aller Andern ſelbſt dort bewahren könne.

Die Collegen zeigten keinen Neid. Abgeſehen davon, daß ſie eine perſönliche und traditionelle Hochachtung vor einem Collegen hatten, der ſo viele Jahre einer der Ihrigen ge⸗ weſen, war das Ereigniß eine Ehre für das Collegium und machte es berühmt in den Zeitungen. Vielleicht dachten auch mehr von ihnen, als ſich deſſen bewußt waren, daß das Ding in der Lotterie der Schickſalsfälle auch ihnen hätte paſſiren können oder daß es ihnen noch eines Tages paſſiren könne. Sie nahmen es ſehr wohl auf. Einige waren nieder⸗ geſchlagen bei dem Gedanken, zurückbleiben und arm zurück⸗ bleiben zu müſſen, aber ſelbſt dieſe mißgönnten der Familie die glänzende Umkehr ihrer Verhältniſſe nicht. Es hätte an vornehmerer Stelle weit mehr Neid vorkommen können. Es ſcheint glaublich, daß Mittelmäßigkeit des Glücks geneigter geweſen wäre, weniger großmüthig als die Collegen zu ſein, welche von der Hand in den Mund von der Hand des Pfandverleihers zum täglichen Mittagsmahle lebten.

Sie entwarfen eine Adreſſe an ihn, welche ſie ihm nett unter Glas und Rahmen gebracht präſentirten(doch wurde ſie ſpäter nicht in der Familienreſidenz ausgeſtellt oder unter den Familienpapieren aufbewahrt) und auf welche er eine

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