144 Sechsunddreißigſtes Kapitel.
Er hatte gegen Mr. Rugg großartig gethan und gedroht, jemand Anders zu beſchäftigen. Er hatte Mr. Rugg erſucht, ſich nicht in Betracht des Ortes, wo er ihn gefunden, Etwas herauszunehmen, ſondern ſeine Pflicht zu thun, und ſie mit Pünktlichkeit zu thun. Er hatte Mr. Rugg geſagt, daß er wohl wiſſe, was für Leute Advocaten und Agenten wären, und daß er ſich keiner Täuſchung unterwerfen werde. Als dieſer Herr beſcheiden vorſtellte, er ſtrenge ſich aufs Aeußerſte an, war Miß Fanny ſehr kurz mit ihm, indem ſie den Wunſch ausſprach zu wiſſen, was er Geringeres thun könnte, wo ihm ein Dutzend Mal geſagt worden ſei, daß ſichs hier um Geld nicht handle und den Verdacht äußerte, er vergäße, mit wem er rede.
Gegen den Marſhal, welcher ſein Amt ſeit vielen Jahren verwaltete und mit dem Mr. Dorrit vorher nie ein Zerwürf⸗ niß gehabt, betrug dieſer ſich mit Härte. Dieſer Beamte bot, indem er perſönlich ſeine Glückwünſche darbrachte, zwei Zimmer in ſeinem Hauſe zu freiem Gebrauch für Mr. Dorrit bis zu ſeinem Abgange an. Mr. Dorrit dankte ihm in dem Augenblicke und erwiderte, er wolle ſich's überlegen; aber der Marſhal war kaum fort, als er ſich niederſetzte und ihm ein ſpitziges Billet ſchrieb, worin er bemerkte, daß er bei keiner frühern Gelegenheit die Ehre gehabt, ſeine Glück⸗ wünſche zu empfangen(was wahr war, obwol es in der That nichts gegeben hatte, wozu ihm beſonders Glück zu wünſchen war) und daß er ſich erlaube in ſeinem und ſeiner Familie Namen das Anerbieten des Marſhals zurückzuweiſen


