Teil eines Werkes 
5. Th. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Was hinter Mr. Pancks auf Klein Dorrits Hand war. 135

Er blickte unverwandt auf Clennam und ſchien ſich, in⸗ dem er ihn ſo anſah, in einen ſehr alten hagern Mann zu verwandeln. Die Sonne ſchien hell auf die Mauer draußen vor dem Fenſter und auf die Zinken oben. Er ſtreckte lang⸗ ſam die Hand, die auf ſeinem Herzen gelegen, aus und zeigte auf die Mauer.

Sie iſt gefallen, ſagte Clennam.Sie iſt hinweg.

Er verblieb in derſelben Stellung und ſah ihn unver⸗ wandten Blickes an.

Und an ihrer Stelle, ſagte Clennam langſam und ge⸗ meſſen,ſind die Mittel da, im höchſten Grade das zu be⸗ ſitzen und deſſen ſich zu erfreuen, was ſie ſo lange ausge⸗ ſchloſſen haben. Mr. Dorrit, es herrſcht nicht der geringſte Zweifel, daß Sie in wenigen Tagen frei und höchſt glücklich ſein werden. Ich wünſche Ihnen von ganzer Seele Glück zu dieſem Wechſel des Geſchicks und zu der glücklichen Zu⸗ kunft, in welche Sie bald den Schatz führen werden, mit dem Sie hier geſegnet geweſen ſind den beſten von allen Reichthümern, den ſie anderswo haben können den Schatz an Ihrer Seite.

Mit dieſen Worten drückte er ihm die Hand und ließ ſie los, und ſeine Tochter legte ihr Geſicht an das ſeine und umarmte ihn in der Stunde ſeines Glücks wie ſie ihn die langen Jahre ſeines Elends mit ihrer Liebe, ihrer Arbeit und ihrer Treue umſchloſſen hatte und ſtrömte ihr volles Herz in Worten des Danks, der Hoffnung, der Freude, des ſeligen Schwärmens für ihn aus.