Hochfinn. 33
der kleine alte Mann betrunken. Ein ſehr geringes Maß pflegt ihn aus dem Häuschen zu bringen, man kann ihn mit einem halben Maß dahin bringen, daß er ſich nicht mehr auf ſeinen ſchwachen Beinen halten kann. Irgend ein barmherziger Be⸗ kannter— ſehr oft ein zufälliger Bekannter— hat ihm den ſchwachen Magen mit einem Glaſe Bier gewärmt, und die Folge wird ſein, daß längere Zeit vergeht, ehe er wieder vor⸗ beiwandelt. Denn der kleine arme Mann geht heim ins Armen⸗ haus, und ſelbſt wenn er ſich gut aufführt, laſſen ſie ihn dort nicht oft ausgehen(obwol ſie es in Betracht der wenigen Jahre, die er noch unter der Sonne ausgehen kann, wol thun könnten) und wenn er ſich ſchlecht aufführt, ſo ſchließen ſie ihn enger als je ein mit dem Haufen von einem Schock andrer alter Männer, von denen jeder nach allen den übrigen duftet.
Mrs. Plornish's Vater— ein armer kleiner gebrechlicher ſchwächlicher alter Herr, wie ein ſchachmatter Vogel, der ſich einſt mit, was er muſikaliſche Buchbinderei nannte, beſchäftigt und dabei viel Unglück gehabt hatte und ſelten im Stande geweſen war, ſeinen Lebensweg gehörig zu gehen oder ihn zu ſehen oder ihn zu bezahlen oder irgend Etwas auf ihm zu thun als zu finden, daß er auf ihm nicht fortkam— hatte ſich freiwillig bei Abwickelung jener Klagſache, welche Mr. Plornish in das Marſhalſea⸗Colleg gebracht, in das Armenhaus zurückgezogen, welches vom Geſetze zum guten Samariter ſeines Diſtricts erklärt worden war(ohne die zwei Pence, welche üble politiſche Sparſamkeit zurückhielt). Vor der
Klein Dorrit. V. 3


