Teil eines Werkes 
5. Th. (1856)
Entstehung
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32 Einnunddreißigſtes Kapitel.

er zu einem kleinern alten Mann zuſammengeſchrumpft. Sein Rock hat eine Farbe und einen Schnitt, der niemals irgendwo Mode geweſen iſt. Es liegt auf der Hand, daß er nicht für ihn noch für irgend einen der Sterblichen gemacht worden iſt. Irgend ein Lieferant im Großen nahm am Zufall das Maß zu fünftauſend Röcken dieſer Sorte, und der Zufall hat dieſen Rock dieſem alten Manne als einem von einer langen, unendlichen Reihe alter Männer geliehen. Er hat ſtets große blinde Metallknöpfe, die keinen andern Knöpfen ähnlich ſind. Dieſer alte Mann trägt einen Hut, einen zerknüllten und abgeſchabten, dennoch aber halsſtarrigen Hut, welcher ſich nie der Form ſeines armen Kopfes anbequemt hat. Sein grobes Hemd und ſein grobes Halstuch haben nicht mehr Indivi⸗ dualität als ſein Rock und Hut, ihr Charakter beſteht darin, nicht ihm, überhaupt Niemandem zu gehören. Und doch trägt dieſer alte Mann dieſe Kleidungsſtücke mit einer ge⸗ wiſſen Miene des Ungewohntſeins, als ob er nur für die Oeffentlichkeit angezogen und ausſtaffirt wäre und als ob er den größten Theil ſeiner Zeit in Nachtmütze und Schlafrock verbrächte. Und ſo, gleich der Feldmaus, die im zweiten Hun⸗ gerjahre gekommen iſt, die Stadtmaus zu beſuchen und ſich ſchüchtern zu der Wohnung der Stadtmaus durch eine Stadt von Katzen ihren Weg ſucht, wandelt dieſer alte Mann durch die Straßen.

Zuweilen, an Feiertagen gegen Abend ſieht man ihn mit etwas geſteigerter Schwäche gehen, und ſeine alten Augen flimmern in einem feuchten und ſumpfigen Lichte. Dann iſt