Das Wort eines Gentleman. 3
„Ich fürchte“, ſagte der Fremde,„Ihnen die Ungele⸗ genheit machen zu müſſen, um eine Kerze zu bitten.“
„Das iſt wahr“, ſagte Jeremiah beiſtimmend,„ich war im Begriffe, eine zu holen. Bleiben Sie gefälligſt ſtehen, wo Sie ſind, während ich eine hole.“
Der Beſucher ſtand unter der Thür, wendete ſich indeß ein wenig in das Dunkel des Hauſes, während Mr. Flintwinch ſich umkehrte, und verfolgte ihn mit den Augen in das kleine Gemach, wo er nach einer Schachtel mit Zündhölzchen ſuchte. Als er ſie fand, waren ſie feucht oder ſonſt wie nicht in Ord⸗ nung, und Hölzchen nach Hölzchen, mit dem er ins Feuerzeug fuhr, brannte nur grade hinreichend, um einen düſtern Glanz auf ſein herumſuchendes Geſicht zu werfen und ſeine Hand mit bleichen kleinen Feuerfünkchen zu beſprützen, aber nicht hinreichend, um die Kerze anzuzünden. Der Fremde benutzte dieſe ruckweiſe Beleuchtung ſeines Antlitzes und ſah ihn auf⸗ merkſam und verwundert an. Jeremiah merkte, als er die Kerze endlich zum Brennen brachte, dies daran, daß er ſah, wie der letzte Schatten lauernder Aufmerkſamkeit von ſeinem Geſichte wich und dem zweideutigen Lächeln Platz machte, welches ein Hauptzug in ſeinem Ausdruck war.
„Sein Sie ſo gut, in mein Comptoir zu treten“, ſagte Jeremiah, indem er die Hausthür ſchloß und ſeinerſeits eine ziemlich ſcharfe Beobachtung des lächelnden Beobachters an⸗ ſtellte.—„Alles in der Ordnung, wie ich Ihnen ſage!“ rief er, in ſpöttiſchem Tone die Antwort verweigernd auf die Stimme, die oben noch immer nicht befriedigt war, obwol Affery
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