Teil eines Werkes 
4. Th. (1856)
Entstehung
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158 Neunundzwanzigſtes Kapitel.

Entheiligung zu drohen und zu murmeln:Laß ſie ruhen! Laß ſie ruhen!

Mrs. Affery, mit deren Furcht vor Donner und Blitz ſich nur ihre Furcht vor dem geſpenſtiſchen Hauſe, in dem eine frühzeitige und unnatürliche Dunkelheit herrſchte, vergleichen ließ, ſtand unſchlüſſig da, ob ſie hineingehen ſollte oder nicht, bis die Frage für ſie durch die Thür entſchieden wurde, welche, von einem heftigen Windſtoße gefaßt, zuſchlug und ſie hin⸗ ausſperrte.Was iſt nun zu machen! Was iſt nun zu ma⸗ chen! ſchrie Mrs. Affery in dieſem letzten aller ihrer un⸗ ruhigen Träume.Wo ſie ganz allein drin iſt und ebenſo wenig herunterkommen und aufmachen kann, als die Todten draußen auf dem Kirchhofe.

In dieſem Dilemma lief Mrs. Affery mit ihrer Schürze als Kaputze über ſich, um den Regen abzuhalten, in dem ein⸗ ſamen, gepflaſterten Hofe mehrmals hin und her. Warum ſie dann ſich bückte und durch das Schlüſſelloch der Thür guckte, als ob ſie ſich mit den Augen öffnen ließe, würde ſchwer zu ſagen ſein; es iſt indeß nur das, was die meiſten Leute in ihrer Lage gethan haben würden, und es iſt das, was ſie that.

Aus dieſer Stellung fuhr ſie plötzlich mit einem halb⸗ unterdrückten Gekreiſch auf, indem ſie Etwas auf ihrer Schul⸗ ter fühlte. Es war die Berührung einer Hand, einer Män⸗ nerhand.

Der Mann war wie ein Reiſender gekleidet, hatte eine pelzbeſetzte Mütze auf und trug einen weiten Mantel. Er ſah