Teil eines Werkes 
4. Th. (1856)
Entstehung
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148 Neunundzwanzigſtes Kapitel.

Mr. Meagles ging weg und Clennam blieb allein. Als er etwa eine halbe Stunde im friedlichen Mondſchein am Ufer des Fluſſes hingegangen war, ſteckte er die Hand in ſeinen Buſen und nahm zärtlich die Hand voll Roſen heraus. Viel⸗ leicht drückte er ſie an ſein Herz, vielleicht drückte er ſie an ſeine Lippen, gewiß iſt nur, daß er ſich vom Ufer hinab bückte und ſie mit behutſamer Hand dem dahinfluthenden Fluſſe anvertraute. Bleich und geiſterhaft im Mondenlichte führte der Strom ſie hinweg. 3

Die Lichter brannten hell im Hauſe, als er eintrat, und die Geſichter, auf welche ſie ſchienen, ſein eigenes Geſicht nicht ausgenommen, waren bald voll ruhiger Heiterkeit. Sie ſprachen von mancherlei Dingen(ſein Compagnon hatte noch nie einen ſo reichen Vorrath von Gegenſtänden beſeſſen, um die Zeit zu vertreiben) und ſo ging es zu Bett und ſo ſchlie⸗ fen ſie ein, während die Blumen bleich und geiſterhaft im Mondenſchein auf dem Strome hintrieben, ganz wie größere Dinge, die einſt in unſerm Herzen waren und unſerm Herzen nahe, von uns hinfliehen in die Meere der Ewigkeit.

Meunundzwanzigutes Kapitel. Mrs. Flintwinch fährt fort zu träumen.

Das Haus in der City bewahrte ſein ſchwerfälliges düſte⸗ res Weſen während aller dieſer Vorgänge, und die gebrech⸗