Teil eines Werkes 
4. Th. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16 Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

ſie geht oft zu Ihrer Mama, und ich weiß, daß Ihre Mama ein ſehr aufbrauſendes Temperament hat, Arthur Doyce und Clennam ſonſt hätte ich im Leben Mr. F. nicht ge⸗ heirathet und könnte in dieſer Stunde aber ich gerathe auf dummes Zeug.

Es war ſehr gütig von Ihnen, Flora, daran zu den⸗ Ten..

Die arme Flora erwiderte mit einfacher Aufrichtigkeit, die ihr beſſer ſtand als ihre jugendlichſten Blicke, ſie freue ſich, daß er ſo denke. Sie ſagte es mit ſo viel Herzlichkeit, daß Clennam viel darum gegeben hätte, auf der Stelle die alte Anſicht, die er von ihr gehegt, kaufen und ſie nebſt der Seejungfer für immer wegwerfen zu können.

Ich denke, Flora, ſagte er,daß die Beſchäftigung, die Sie Klein Dorrit geben, und die Güte, die Sie ihr erzei⸗ gen können

Ja, das will ich, ſagte Flora raſch.

Deſſen bin ich verſichert ihr eine große Hülfe und Unterſtützung ſein wird. Ich glaube nicht das Recht zu haben, Ihnen mitzutheilen, was ich von ihr weiß, denn ich erfuhr, was ich weiß, im Vertrauen und unter Umſtänden, die mich zum Stillſchweigen verpflichten. Aber ich nehme Intereſſe an dem kleinen Weſen und habe eine Hochachtung vor ihr, die ich gegen Sie nicht ausdrücken kann. Ihr Leben iſt ſo voll Prü⸗ fungen und Opfern geweſen, und ſo reich an ſtiller Güte, daß

Sie es ſich kaum vorſtellen können. Ich kann kaum an ſie denken, noch weit weniger von ihr ſprechen, ohne gerührt zu